Es ist der Sound der Malediven, der Ruf der großen Trommel. Bodu Beru ist eine Mischung aus traditioneller lokaler Musik und einheimischen Tänzen. Es ist der Ausdruck eines Lebensgefühl und ist aus dem Leben der Malediver nicht mehr wegzudenken. In diesem Inselnauten Malediven Podcast erfahrt Ihr alles über Bodu Beru, seine Wurzeln und seine Entwicklung und natürlich sind wir live bei einer Performance mit dabei.
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Bodobero gehört zu den Malediven wie die Kokosnüsse an den Kokospalmen, wie der weiße Sandstrand, wie die Korallenriffe und wie die Sonne, die hier eigentlich fast immer scheint.
Ihr hört den Malediven Podcast von den Inselnauten...
Ja, nicht nur das Meer klingt toll, sondern auch die Trommel, die ihr im Hintergrund hört. Das ist eine Trommel. Oder genauer gesagt sind es eigentlich zwei Trommeln. Die sind aus maledivischem echten Kokosnussholz gemacht. Und zwar handelt es sich dabei um Bodobero. Bodobero kann man übersetzen als die große Trommel. Und die Klänge, die da draus entwachsen, ist traditionelle maledivische Musik. Die Musik gibt es schon seit dem 11. Jahrhundert.
Und da die Malediven ein Volk aus Seefahrern sind, die sich hier im Laufe der Jahrhunderte zusammengefunden haben, hat das einen ganz starken afrikanischen Einschlag. Also die Musik hat afrikanischen Ursprung. Man findet solche Klänge auch auf dem afrikanischen Festland.
Hier wird es mit der Kokosnuss-Trommel praktiziert. Eigentlich finden sich da Gruppen von fast 20 Leuten zusammen, 20 Maledivern, nachgetaner Arbeit. Dann bringt man sich mit der Trommel und mit typischem Diwehi-Gesang in Ekstase.
In der Regel startet man slowly mit ein paar Wipes. Und dann wird sich langsam reingesteigert und erst wird nur getrommelt. Wir haben das schon erlebt, dass 20 Leute auf dem Boden saßen, verteilt trommeln in ihren typischen Gewändern und langsam in Stimmung gekommen sind. Und dann hat sich aus der Gruppe langsam jemand gelöst, ist jemand aufgestanden, ein oder zwei, und haben zu den Klängen getanzt. Die anderen haben getrommelt und haben gesungen.
Die Kulisse ist einfach nur traumhaft. Bodobero gehört zu den Malediven wie die Kokosnüsse, die Kokospalmen, wie der weiße Sandstrand, wie die Korallenriffe und wie die Sonne, die hier eigentlich fast immer scheint.
Man nennt Bodobero auch den Vibe der Malediven.
Es gibt nichts Schöneres, unter dem Sternenhimmel zu sitzen, das Meer rauschen zu hören und im Hintergrund die Bodobero-Musik. Es gibt auf den Malediven richtige Festivals, wo sich Gruppen von den einzelnen Inseln in Marder zu einem riesigen Contest zusammenfinden. Und dann gibt es, wie wir das kennen, dann suchen die Malediven, die suchen zwar auch ab und zu das Maldiven Idol, aber dann wird auch der maledivische Bodobero Superstar gesucht, beziehungsweise die Insel, die den Bodobero Award gewinnt und da geht es dann richtig zur Sache. Da ist Energie pur unterwegs und das würde ich gerne mal live erleben. Im Moment müssen wir uns damit begnügen, dass es einfach so richtig schillig auf der Malediveninsel im Hintergrund abgeht.
Ja, noch vor 20 Jahren, vor 25 Jahren, 30 Jahren kam der Tourismus ins Land, langsam. Bis dahin hat man auf dem Malediven eigentlich nur von Fischfang gelebt und von den Kokosnüssen, die man eingetauscht hat gegen Lebensmittel, die man aus Indien oder Sri Lanka importiert hat. Und die Fischer haben nachgetaner Arbeit, haben sich am Strand eingefunden und haben nach der schweren Arbeit, auch wenn die Fischer alle ausgenommen wurden, geputzt und fertig gemacht, die Boote, die Netze, ne, Netze gibt es auf dem Alltag nicht, sorry, die Materialien zum Fischen wieder alle gepflegt wurden.
hat man sich ausgiebig dem Tanzen gewidmet. Ja, aber langsam nimmt das Fahrt auf. Können wir ein bisschen näher rangehen, dass ihr das noch ein bisschen besser hören könnt, damit ihr das Mikrofon noch besser einfangen könnt.
Ja, da ist es so dunkel, dass man keine Bilder machen kann und auch kein Video. Also ihr seid wirklich im Podcast dabei. Live beim maledivischen Bodo Bero.
Jetzt habe ich mir die Yami noch geholt. Die ist nämlich noch von unserem Guesthouse-Manager in soziale Netzwerke verstrickt worden.
Wir haben gerade noch mal überlegt, was wir für Bewährungspunkte mit Bodo Bero hatten. Und da fiel dir ein, dass wir ein Buch auf einer Ressortinsel gelesen haben. Oder Yami hat das Buch gelesen. Das war zwar stark bebildert, aber trotzdem ist da auch von dem afrikanischen Einschlag die Rede. Das afrikanische Sklaven hast du gesagt. Also die Sklaven, die das in Afrika getanzt haben. In Malediven wird es ja keine Sklaven gegeben haben. Natürlich. In Malediven gab es auch Sklaven? Ja. Afrikanische Sklaven gab es hier. Gebracht von den, denke ich mal Von den Seefahrern. Naja klar, von den Seefahrern. Bzw. Sultan hatten doch hier ihre afrikanischen Sklaven. Stimmt, da gab es ja Sultan auf dem Malediven. Aber was das nun genau für Sklaven sind, stand da nicht drin.
Ja, aber afrikanisch stand hier drin. Das weiß man ja dann schon. Und wenn die ihre Traditionen hierher gebracht haben und der Ursprung daher geht, dann kann man sagen, die El Saburobero hat halt afrikanische Wurzeln. Genau, weil die war von der Chick, was die Afrikaner da gemacht haben. Ja, und irgendwie passt das ja auch hier. Dieser Spirit, wie ich schon gesagt habe, das wird als Wipes of the Maldives genannt.
Wenn man so richtig nah an so einer großen Gruppe dran ist. In diesem Moment sind es wirklich nur Jugendliche, die am Strand einfach so ein bisschen abfeiern. Aber die tun das halt hier doch anders als in Deutschland oder als man das in Europa tun würde. Die sind ganz relaxed und haben halt zwar alle eine Zigarette in der Hand und der ein oder andere hat auch eine Trommel, auf der er trommelt. Aber die sind halt einfach am Abzillen, indem sie halt coole Musik machen und die traditionelle Maledivische. Für mich hat diese, also für mich trägt diese Musik immer diese Energie, die dieses Land irgendwo hat. Ich bin hier immer nach einer Reise und wenn das nur eine Woche war oder zwei oder wie hier jetzt viele Monate, doch richtig energiegeladen, aufgeladen. Das ist wie so ein Akku, der sich auflädt und diese Musik, die kann das Ganze auditiv rüber. Kann man dazu sagen? Fühlst du auch eine Aufladung? Nee, nicht wirklich. Gabi fühlt keine Aufladung. Auch nicht durch die Sonne? Du bist ja auch nicht aufgeladen. Doch, das schon. Also gibt auch Aufladung. Ja, aber nicht durch die Musik. Nein, nicht durch die Musik wäre ich aufgeladen. Das wollte ich so nicht sagen. Ich wollte sagen, dass diese Energie, die dieses Land generell hat, dass die durch dieses Bolero sichtbar gemacht wird. Also diesen Vibe, wenn man dieses Land so schwer beschreiben kann mit einer Musik. Auch eine ganz coole Musik, die ihr immer hören müsst, wenn es um die Malediven geht. Vielleicht machen wir dazu mal einen extra Podcast, wo wir vielleicht auch was anspielen dürfen. Das ist Zero Degree, ja toll. Die haben Songs vor vielen Jahren eine CD rausgebracht, die auch bei Touristen total beliebt war.
Einige Songs haben wenigstens einen kleinen Einschlag von Bodo Bero. Auf jeden Fall hört man diese Klänge raus. Sehr traditionell, aber trotzdem eine Erinnerung an einen Malediven-Aufenthalt. Also wenn ihr irgendwo mal hört, dass Bodo Bero, auch wenn nur jemand an der Trommel irgendwo spielt, gesellt euch dazu oder setzt euch in die Nähe. Das hier, was ihr jetzt hier im Hintergrund hört, das ging schon vor einer fast dreiviertel Stunde los. Fast vor einer Stunde fingen die Trommel an. Also einer kam und fing an, auf der Trommel zu trommeln. Dann kam der nächste dazu und hat ein bisschen gesungen und mittlerweile sind sie schon zu fünft.
Immer wieder Lobby, Lobby. Und Lobby, Lobby. Was ist Lobby, Lobby? Lobby, Lobby ist die Liebe, die Geliebte, die Liebste. Einfach die Liebe. Genau, das wichtigste Wort auf dem Maldiven. Deswegen nenne ich meinen Schatz auch Lobby. Also Jammies of the Lobby Und sie nennt mich auch Lobby Ihr werdet es nicht glauben So viele Lobbys Ja, Liebeslieder haben natürlich eine große Bedeutung Na, gelesen habe ich auch, dass es nicht Es sind Liebeslieder, es sind zum einen auch heroische Lieder Die getrommelt und gesungen werden Und seit neuestem auch Satire darin Zum Besten gebracht Wenn ihr mal so ein richtiges Bodobero-Festival sehen wollt, dann schaut euch das bei YouTube an. Da gibt es total geniale Aufnahmen. Aber nicht die, die von den Urlaubern nehmen, sondern es gibt, wie ich vorhin gesagt habe, diese Festivals, die in Male veranstaltet werden, wo man Competitions macht, wo von den Inseln die besten Bodobero-Teams gesucht werden. Letztens haben wir Wo wir auf Hendo waren, als wir angekommen sind und die Insel angeschaut haben, sind wir an einem Haus vorbeigekommen. Da hingen ganz viele Felis auf einer Wäscheleine.
Felis sind die maledivischen Tücher, die man sich als eine Art Sarong um den Hüften wickelt. Aber ich denke, die Malediver würden eher Sarong dazu sagen. Auch in Sri Lanka sagt man ja auch Sarong. Ja, aber das ist halt was anderes. Ein Sarong ist eigentlich ein geschlossener Stoff, ein Felidhoo ist ein offener. Ach ja, genau. Und die haben auch traditionell zwei Farben, findet man da bei denen. Das ist einmal so ein Weinrot mit weißen Streifen, weiß-schwarz und einer goldenen Borte. Und das Ganze nochmal in der Variante schwarz-weiß-goldene Worte. Nur, dass du zweimal schwarz gesagt hast. Aber ja, einmal mit weinrot und weiß und goldene Worte und einmal schwarz und weiß und goldene Worte. Ah ja, okay. Und die sind wir an einem Haus vorbei und da hingen ganz viele Felis auf der Leine. Ungewöhnlich viele für eine maladivische Familie, die dort wohnt. Und dann wurde uns gesagt, da hat jemand die Felis einer Bodobero-Gruppe gewaschen, die gerade den Abend vorher auf einer anderen Insel ihr Programm zum Besten gegeben haben. Das ist das, was man Frauen selten sieht. Da waren ja überhaupt Frauen auf den Hotelinseln dabei. Nicht in den Bodobero-Gruppen, das ist eine reine Männersache. Die Frauen haben auch ihre Tänze, aber die sind dann eher so ein bisschen typische maledivische Liebeslieder, auch, wo sie dann mit ihren Töpfen und ihren Gewändern tanzen.
Und um die Folge perfekt zu machen, sind zwei Tage vergangen und wir haben heute Abend in unserem Gästehaus eine Bodobero-Gruppe und die geben richtig Gas und da nehme ich euch mal mit hin und hört einfach nur zu.
Ja, eine coole Performance. Und richtig, wie ich es euch schon beschrieben habe, drei große Trommeln. Und jetzt haben wir 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, knapp 10 junge Malediver. Alles Männer. Und die geben richtig Gas. Wenn sie einmal angefangen haben, wollen sie auch gar nicht mehr aufhören. Da kommen, haben sie Pause gemacht, gehen schon wieder die nächsten Rhythmen los. Und jeder, der hier in der Nähe unterwegs ist, die Malediver, die hier im Ort gerade noch den Nachbarn besuchen oder am Strand vorbeischauen, die bleiben hier alle stehen und für die ist das natürlich ganz toll, die kriegen leichter Zucken in den Beinen, aber hört mal weiter hin.
Die besten Sänger sind es nicht, aber die geben sich ganz tolle Mühe. Ich verziehe mich jetzt wieder an das lauschige Plätzchen am Strand.
Hast du schon Sternschnuppe gesehen? Nö, dafür ist es hier zu hell. Ich habe schon gesehen. Echt? Echte Sternschnuppen, ja. Yami sagt, es ist zu hell, weil wir gucken gerade auf eine, da ist eine einheimische Insel vor uns. Nee, keine Einheimische Insel. Eine maledivische Insel vor uns, die unbewohnt ist. Und tagsüber eine Traumkulisse. Nachts würde man sie eigentlich ja nicht unbedingt sehen, es sei denn der Mond scheint. Aber man kann sie so deutlich erkennen, weil im Hintergrund, hinter der Insel ist noch eine Insel. Das ist Dachavando und da ist ein Inlandsflughafen drauf und auf diesem Flughafen ist die Beleuchtung so stark, dass die Insel, also man vermutet dahinter eine Stadt, wie man in Deutschland auch Großstädte leuchten sieht. Die uns ja so viel Licht geben. Deswegen sehen wir ja die Sternenhimmel in Deutschland nicht so schick. Und die versaut uns hier tatsächlich den Sternenhimmel ein bisschen. Dieser Flughafen.
Maledivisches Firmament ist übrigens auch ganz toll. Gespannt von einer Seite zur anderen, von Horizont zu Horizont. Von Ost nach West, von West nach Ost, von Nord nach Süd. So viele Sterne auf einmal sieht man selten. Weil es wenig Lichtablenkungen gibt, die wir in Europa ganz extrem haben. Aber hier hat man sie halt nicht. Außer gerade hier. Außer leider hier, ja. Aber generell findet er auf dem Leben schöne Sternennächte. Na cool. Die Gruppe hat sich aufgelöst. Wir lösen uns auch vom Sand. Wir lösen uns nicht auf. Schön, dass ihr zugehört habt. Das war die Folge über Bodo Bero auf dem Malediven. Live vom Strand in Malos. In Malos, sorry. Malos mit Doppel A. Genau, wir gehen ins Bett. Und ihr hinterlasst einen Kommentar, wenn es euch gefallen hat. Oder ihr abonniert den Podcast, wenn ihr das noch nicht gemacht habt, bei iTunes. Aktuelle Folge immer unter Inselnauten.de. Wir sind Yami und Toddy, wir sind die Inselnauten und wir sagen gute Nacht für heute. Gute Nacht.
Vielen Dank.