Wir tauchen ab in einen ganz besonderen Korallen Garten. Er wurde künstlich angelegt und ist Teil unserer Coral Doctor Projects, welches wir nun schon seit über 2 Jahren auf den Malediven betreuen. Wir erklären Euch in diesem Podcast welche Ziele dieses Projekt verfolgt und was wir bereits erreicht haben.
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Wusstet ihr eigentlich, dass sich die Insel Nauten auch für den Riffschutz auf den Malediven stark machen? Wenn nicht, dann wird's höchste Zeit für diesen Podcast.
Ihr hört den Malediven Podcast von den Inselnauten...
Ein neuer Malediven Insel Nauten Podcast. Und wir machen heute mal was ganz Besonderes. Wir sind nämlich heute mal nicht als Insel Nauten unterwegs, sondern heute sind wir als Coral Doctors unterwegs. Und was wir an dem Tag alles erleben, das erfahrt ihr in diesem Podcast. Ja, die Coral Doctors haben wir vor zwei Jahren gegründet. Zusammen mit dem Deutschen Meeresmuseum betreuen wir hier vier Korallenprojekte auf den Malediven. Unser Ziel ist die Weitergabe von Wissen an Malediva und an Hotelpersonal, damit sie in der Lage sind, selbstständig Projekte zu starten, diese zu betreuen und zu monitoren und damit letztlich erfolgreich zu sein. Und wir fahren heute auf eine unserer Projektinseln, die ganz in der Nähe von Male ist, nämlich wir fahren nach Sentara Rasfushi und warten gerade hier in Villingili am Hafen auf unser Speedboot, was uns abholen wird. Wir werden da nicht länger als eine halbe Stunde, zehn Minuten unterwegs hin sein. Wir werden dort einen halben Tag verbringen, werden dort einen Tauchgang machen, um zu schauen, wie sich das Projekt dort entwickelt, wie die Korallen dort gewachsen sind. Wir waren nämlich dort im letzten Oktober und wir sind gespannt, die Jungs, die dort arbeiten, Fast alles Malediva in der Tauchbasis. Wir reporten nicht ganz so gut, wie wir uns das wünschen. Von daher müssen wir selber mal den Kopf unter Wasser stecken. Und wir wollen ein paar Bilder machen und Videos machen, damit wir auf dem laufenden Stand sind. Weil nämlich auch unsere Projektförderungen unter anderem davon abhängen, wie gut wir das Ganze dokumentieren. Und wir sind richtig gespannt, weil wir wissen, die machen richtig gute Arbeit dort. Und wir müssen Kopf unter Wasser halten und wir freuen uns richtig drauf, auch mal wieder zu tauchen. Und von daher nehmen wir euch jetzt mit nach Sentara. Rasfushi.
So, angekommen sind wir auf Sentara. Zehn Minuten Fahrt. Sentara Rasfushi. Danke Captain! Man muss immer den Kopf einziehen, dass man sich nicht einhaut. Danke! Guten Morgen! Wie geht es dir? Hi, ich bin Sahil. Wie geht es dir? Alles gut. Schön, dich wieder zu treffen. Heute geht alles ganz schnell. Wir sind schon am Präparieren unserer Ausrüstung. Wir haben heute gesagt, wir kennen die Insel mittlerweile so gut, wir brauchen wirklich nur noch unsere Sachen zurecht basteln, unser Tauch-Equipment zusammenbauen und brauchen noch ein Briefing. Wir müssen noch wissen, was im Vorfeld alles an neuen Korallen ins Meer gebracht wurde, weil die Inseln haben den Auftrag, dass regelmäßig Gästevents durchgeführt werden, wo man den Touristen auf der Insel zeigt, wie man Korallen vermehren kann. Und das machen die Jungs auf der Insel sehr gut. Wir werden euch in den Show Notes ein paar Bilder verlinken. Wir haben da recht umfangreiches Fotomaterial. Da werden Korallenstücke gesammelt. Also wir verwenden dazu nur Korallen, die bereits abgebrochen wurden, beziehungsweise die man im Riff findet und die eigentlich sterben würden. Und mit den Korallen führen wir dann auch die Guest-Events durch, wo Strukturen. Wir benutzen dazu Metallrahmen in Form von Pyramiden oder in Form von Tischen. Wir haben aber auch noch eine andere Methode entwickelt. Das ist vor allem das Spezialgebiet des Meeresmuseums, dass unsere Experten gesagt haben, wir probieren das gleich auf natürlichem Korallengestein. Also wir bepflanzen gleich Limestone, so nennt man die Korallensteine in Englisch. Und wir haben mit einer Methode des Nagelns begonnen, wo große Nägel in den Stein gehauen werden und mit einem Kabelbinder Korallenstücke festgebunden werden, die dann nach einiger Zeit anwachsen und aus denen dann richtig eine Koralle entsteht. Und das machen wir bei den Gästevents an Land. Das heißt, es ist einmal die Möglichkeit, dass Frames mit Korallenstücken, gestern die Möglichkeit, diese Korallen anzufassen und die können dann die Korallen mit einem Kabelbinder an einem Metallgestell festmachen. Oder die Jungs hier auf der Insel, die bereiten Steine vor, die machen richtig kleine, haben auch selber schon Steine mit Zement vorbereitet. Die sind dann auch wie so kleine Pyramiden, wo auch die Nägel nicht eingeschlagen werden müssen, sondern die Nägel bereits eingefasst sind und da werden auch die Korallen festgemacht und den Vorteil, dass man das dann danach, wenn das bewächst, nicht mehr umpflanzen muss, Wenn man das auf Gestelle macht, wenn die Korallen auf Gestelle gepflanzt werden, sieht das in der Regel dann nicht mehr schön aus. Viele davon sterben auch ab. Die Erfolgsquote ist zwar sehr hoch, aber trotz alledem ist es bei den Gestellen, also bei den Rahmen so, dass man dort die Korallen, wenn sie groß genug gewachsen sind, wieder verpflanzen kann, also wirklich ins Riff. Und dann kann man auch diese Methode verwenden, also die Methode des Nagelns. Was aber bei der anderen Methode, wo wir direkt Steine mit Korallen versehen, dann wegfällt, weil diese Steine dann wie so ein kleines Miniriff, wenn man noch mehrere Steine zusammenbringt, wie ein kleines Miniriff entsteht. Ja, das ist eigentlich der große Vorteil, dass der Schritt, die Koralle nochmal unter Stress zu setzen, nämlich durch ein erneutes Umpflanzen dann letztlich wegfällt. Ja, und die machen halt hier verschiedene Methoden. Wir hatten hier einen sehr großen Korallengarten angelegt mit Gestellen. Der ist uns leider im letzten Jahr 2016 durch den Eninio fast komplett zerstört worden. Deswegen haben wir im Oktober einen neuen Anlauf gestartet zusammen mit den Jungs. Die haben jetzt fast alles auf natürliche Steine gebracht. Vieles wird während der Gästevents erledigt, weil die Jungs halt hier auch im Tagesgeschäft eingebunden sind. Hier sind ja alles Malediver, die hier in der Tauchbasis arbeiten, beziehungsweise im Wassersportcenter. Ja, wir schauen uns jetzt mal an, was die gemacht haben. Wir sind wirklich gespannt. Wir haben, seitdem wir hier waren im Oktober letzten Jahres, keine Infos mehr, keine Bilder. Ja, wir brauchen dringend Informationen. Wir werden jetzt auch sogenannte Tags mitnehmen. Wir werden fünf Korallen mit einer Markierung versehen, die eindeutig erkennbar ist unter Wasser, damit die Jungs dann auch die Koralle regelmäßig fotografieren können, dass wir den Fortschritt auch sehen können. Wir werden unter Wasser ein paar Videos machen. Wir werden unter Wasser Bilder machen. Das werden wir auch dokumentieren für euch. Das heißt, ihr könnt das dann nachempfinden, wie es unter Wasser war. Leider können wir euch noch nicht mitnehmen. Vielleicht geht es ja irgendwann mit Vollgesichtsmasken, dass wir auch unter Wasser podcasten können. Das ist sicher eine coole Idee. Aber schauen wir mal. Jetzt geht es auf jeden Fall für uns runter. Und ja, wir hören uns dann wieder.
Jetzt aber doch lieber ab ins Office, weil da draußen noch eine große Tauchergruppe angekommen ist und wir sind wieder da. Wir haben uns den Tauchplatz unserer Projectzeit in Rizenta Rasfushi genauer angeschaut und ein kurzes Debriefing für euch, damit ihr wisst, was wir unter Wasser alles gesehen haben. Wir haben eine ganze Menge Videomaterial gesammelt. Wenn wir unter Wasser sind für das Projekt, sind wir immer mit einer GoPro unterwegs. Und wie ich ja euch am Anfang schon sagte, ist es ganz wichtig zu reporten und Monitoring zu betreiben, weil wir sonst keine Unterstützung für das Projekt bekommen, also das Meeresmuseum im Speziellen keine Unterstützung bekommt. Deswegen werde ich euch mal versprechen, dass ich in den Shownotes nicht so viele Bilder verlinke, sondern dass ihr tatsächlich ein kleines Video von unserer Project-Zeit hier auf RASFUSCHI sehen könnt und ihr euch wirklich einen guten Eindruck verschaffen könnt, wie die Jungs gearbeitet haben, letztlich das umgesetzt haben, was wir ihnen 2015 in unserem ersten Workshop vermitteln konnten. Die waren Feuer und Flamme, die haben sich mit so vielen Fragen an uns gewendet, waren die Einzigen, die auch wissen wollten, wie man zum Beispiel Softkorallen vermehrt. Wir vermehren ja eigentlich sonst nur Hardkorallen, also Branching Corals, Agropora, Pozylopora, die in Fragmenten am Riff gesammelt werden oder wir finden große Äste, die dann zerschnitten werden, um sie an den Frames festzumachen bzw. An den Steinen, wo die Nägel in den Beton eingelassen sind bereits oder die Nägel, die wir direkt ins Riff treiben. Also eine ganze verschiedene Art der Korallenvermehrung haben wir ihnen beibringen können und das sehen wir in dieser Project-Zeit ist es tatsächlich so, dass da alles versucht wurde zu realisieren. Es gab einen Rückschlag, als wir 2016 durch den El Nino eigentlich alle unsere Project-Zeits, manche wurden komplett ausgelöscht, muss man sagen, und in Centara Raspucci konnten wir zum Glück einige Frames in Sicherheit bringen. Das werdet ihr auch im Video sehen. Da könnt ihr wunderbar erkennen, dass dort die Korallen, die wir 2015 auf den Frame gebracht haben, wunderbar schon die Eisenkonstruktion umwachsen. Man kann dort überhaupt gar keinen Kabelbinder mehr erkennen. Und auffallen wird euch sicher die vielen, diese chronischen kleinen Pyramiden, wo die Nägel alle drin sind. Also das sind Konstruktionen, die sich die Jungs ausgedacht haben, die sich wunderschön legen lassen. Und wenn das vielleicht im ersten Blick noch ein bisschen künstlich aussieht, ihr müsst euch vorstellen, wenn das bewachsen, richtig bewachsen sein wird und es wird noch mehr Fisch da sein und es wird ein richtig kleines Riff sein. Wir sind da richtig glücklich, die Gevorzeige-Destination geworden. Ja, einfach traumhaft, was die da auf die Beine gestellt haben. Also wir sind ganz stolz und wir freuen uns. Und der Platz ist auch nicht sehr, sehr tief. Er liegt nur ungefähr maximale Tiefe 5 Meter. Das heißt, wenn ihr mal im Ras Dhiffushi unterwegs sein solltet und in der Lagune, in der Tauchbasis nachfragt, wo denn der Platz genau ist, wird man euch erklären, wie ihr dort hinkommt. Dann könnt ihr euch auch einen Guide nehmen, der euch genau zeigt, was dort gemacht wurde. Ein bisschen Schnaukelfähigkeiten braucht man, das heißt 2-3 Meter sollte man schon runterkommen, damit man einfach erkennen kann, was dort passiert ist. Ansonsten schaut euch das Video an und ihr seht, was wir als Korreldoktors auf dem Malediven bewegen. Wir freuen uns, dass wir euch da mal mit hingenommen haben. Wir sind immer nur als Inselnauten für euch unterwegs und haben euch erklärt, wie man auf einheimischen Inseln Urlaub macht. Aber unser Chorallokter-Projekt liegt uns ganz einfach wahnsinnig am Herzen und wir wollen euch auch aufrufen, wenn ihr Interesse habt, dort mitzuwirken, in der Form, dass ihr uns auch vielleicht finanziell unterstützen wollt. Wir brauchen dringend diese Unterstützung. Wir haben Probleme, unsere Experten auf die Malediven zu fliegen. Von daher, wir sind wirklich offen für Ideen. Wir wissen, dass die Chorallenriffe in Zukunft eine enorme Bedeutung haben werden. Wir wissen, dass für die Malediven die Korallenriffe eine Bedeutung haben, die für ihre Existenz maßgeblich sein wird. Wenn nämlich die Korallenriffe der Malediven verschwinden, dann verschwinden auch die Malediven, weil der natürliche Schutz der Riffe und der Lagunen ganz einfach durch die Korallen entsteht. Und wenn die Riffe ganz einfach nicht mehr da sind, wird der Meerwasserspiegel, der ja sowieso schon steigt, die Inseln ganz einfach wegwaschen. Und die schönen Malediven gibt es nicht mehr. Von daher ist unser Ansporn natürlich, dieses Wissen weiterzugeben an die Malediva, dass die ganz viel für ihr Land tun können, um es selbstständig zu erhalten. Ihr wisst, durch den Tourismus gibt es einen riesen Impact. Ja, also die Malediven sind tatsächlich starkst gefährdet und Leute, wer die Malediven schützen will, ist bei uns an der richtigen Adresse mit dem Call Doctor Project. So, und jetzt müssen wir uns aufmachen, weil wir müssen unser Speedboot kriegen. Wir müssen nämlich wieder zurück, so schön wie der halbe Tag auch hier war. Wir wollen an Kleinigkeit essen gehen und dann geht es ab, wieder Richtung Male. Schön, dass ihr mit dabei wart. Ihr findet eine CoralDoctor.org-Seite, wo ihr erstmal eine Grundidee vermittelt bekommt, was die Coral Doctors überhaupt sind. Ihr habt eine Facebook-Seite. Coral Doctors, ganz einfach. Folgt uns da und ihr seid immer up to date mit den Infos, die wir da posten. Wir haben ein Instagram-Profil, wo ihr immer seht, was wir als Chorreldoktors alles so bewegen auf den Malediven und ihr seid herzlich eingeladen uns zu unterstützen und uns natürlich auch weiter als Insenauten zu folgen, wenn wir die Malediven individuell und preiswert bereisen. Wir sind Yami und Hody, wir sind die Insenauten und die Chorreldoktors und wir freuen uns, wenn ihr beim nächsten Mal wieder mit dabei seid. Tschüss!