Inselnauten Malediven Podcast

Inselnauten Podcast Folge 059 28.04.2019

MIP 059 - Dhigurah, die lange Insel

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Hinweis: Diese Folge ist schon einige Jahre alt. Inseln auf den Malediven verändern sich, manchmal sehr schnell, durch neue Bauprojekte, mehr Tourismus oder einfach den Alltag vor Ort. Einige Inseln, die wir früher gerne empfohlen haben, würden wir heute nicht mehr empfehlen, weil sie inzwischen unter Baulärm, Überlastung oder Massentourismus leiden. Wie es auf dieser Insel heute aussieht, können wir aus der Distanz nicht beurteilen. Nimm die Eindrücke dieser Folge deshalb als Momentaufnahme von damals, nicht als aktuelle Empfehlung. Für eine ehrliche, aktuelle Einschätzung sprich uns gerne direkt an.

Dhigurah ist eine der längsten Inseln der Malediven. Ein Inseldorf am Anfang und eine lang gestreckte Sandbank am Ende. Auf der Atoll-Innenseite eingerahmt von einer riesigen traumhaften Lagune mit vielen Schnorchelspots und auf der Außenseite gesäumt durch das Außenriff, an dem oft Walhaie gesichtet werden können. Dhigurah gehört übrigens auch zu den Pionieren des Maledivischen Guesthouse Tourismus. Während wir diesen Podcast für Euch aufgenommen haben, waren wir dort für unser Coral Doctors Project unterwegs.

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Wunderbunt, also so wie man das selten sieht eigentlich. Ich hatte mich gefühlt, als wenn ich durch ein Aquarium schwöre fast.

Ihr hört den Malediven Podcast von den Inselnauten...

Wir sind auf Korreldoktors Tor, auf der längsten Malediveninsel. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Die Dhigurah, so heißt die längste Malediveninsel, ist, wie lang ist die eigentlich? Lang, wahnsinnig lang. Sind knapp 3,2 Kilometer. Und sind nur 275 Meter breit. Also keine 300 Meter breit. Ja, die Insel ist wirklich extrem lang. Am nördlichen Punkt gibt es einen Hafen und da beginnt auch das Dorf Ligure. Wir waren hier auf der Insel schon mal vor vier Jahren unterwegs und war die erste offizielle Gästehausinsel, die wir besucht haben, wo es schon Gästehäuser gab. Da waren wir auf einem Wochenendtrip hier. Wir waren damals schon begeistert von dem, was eine Local Island alles so bieten kann. Da hinten liegt jemand in der Hängematte. Siehst du das? Da hängen nur Beine raus. Ja, da hängen Leute drin. Da hängen Leute drin? In einer Hängematte hängen Leute drin? Ja. Die waren da schon, als wir hierher gekommen sind. Das habe ich nicht gesehen. Ja, Augen auf. Ja, die hören uns aber nicht, ne? Und selbst wenn, dann wissen die, dass es jetzt einen insenauten Malediven-Podcast gibt, in Deutsch aufgenommen, verstehen ja sowieso nicht so viele Deutsch. Nee? Ja, nur die Deutschen, die das halt verstehen. Die verstehen das. Ja, wir wissen aber nicht, wo die herkommen. Sind auf jeden Fall Weiße. Ja, die sind Weißhörte. Die sind an den Beinen aufgefallen, die aus der Hängematte raus sind. Ja. Im Hintergrund hört er den Muezzin. Im Moment hört es sich so an, als wenn es nur eine Moschee hier geben würde. Es leben ungefähr 600 Menschen drauf, wurde uns gesagt, also gehen wir mal wieder so von etwa 300, 400 aus, weil wir ja die Menge Menschen abziehen müssen, die in Male wohnen, also die nach Male gezogen sind beziehungsweise sich regelmäßig in Male aufhalten. Und die Insel hat eigentlich die Besonderheit, dass sie wahnsinnig langgezogen ist. Am Anfang der Hafen, dann das Dorf, das nicht wirklich eine große Ausdehnung hat. Dann am Ende gibt es ein paar Gästehäuser, also am Ende des besiedelten Teils der Insel. Und dann kommt ein endlos langer Strand, der ausläuft in eine Sandbank. Und wenn man bei Ebbe weiter wandert von dieser Sandbank, dann kommt man in ein Ressort, das sich Lux nennt. Lachs, Lux? Lachs. Lachs Moldy. Ja, die Insel hieß früher mal Ari Beach, vielleicht sagt das jemand noch was. Wie bitte? Und dann, erst hieß sie Ari Beach, dann hieß sie White Sands und jetzt heißt sie schon eine ganze Weile Lachs. Es war eine Insel, die ich, ich glaube die zweite, dritte Mal, die Insel, die ich damals besucht habe, als ich auf Holiday Island gearbeitet habe. Wir sind dort abends immer, nicht immer, aber häufig zur Disco gefahren. Da war richtig Party auf dieser Insel. Da waren so viele Engländer unterwegs, die so viel getrunken haben und deswegen war da immer so viel Party. War auf jeden Fall eine gute Disco, da kann ich mich erinnern, das war toll. Und vor allem war es schön, dass man mal rausgekommen ist aus dem Inselleben, in dem man da doch schon lange gefangen war. Ja, und das Ende ist sehr grün, ne? Genau. Ganz viel Wald. Ja. Aber ganz schmal. Ja, wird dann immer mehr, wird dann immer schmaler. Also am Ende hat man dann wahrscheinlich, glaube ich, nur noch so 20, 30 Meter Breite. Das ist dann nur noch Sand. Ja, soll auch alles, wir waren diesmal nicht hier unten, es soll alles auch sehr sauber sein. Also der Strand an sich auf die Dhigurah grenzt an eine riesengroße Lagune, wo auch immer wieder viele Safari-Boote über Nacht anlegen, beziehungsweise in der Lagune Schutz suchen. Und deswegen, früher war es so, früher um die Safari wurde ganz viel Müll ins Wasser geschmissen, die dann angeschwemmt wurden. Wir hoffen, dass die sich das mittlerweile auf die Fahne geschrieben haben, um das nicht mehr zu tun, weil die Dhigurah selber auch was dagegen hat, weil sie, das ist übrigens die Insel des, die Heimatinsel des Environmental Ministers, also das erste Gästehaus, was hier eröffnet wurde, war das, Das gibt es ja immer noch, das ist das Gasthaus des Environmental Ministers. Das heißt, man spürt auf der Insel auf jeden Fall einen... Reinigkeitsfimmel ist nicht das richtige Wort. Es wird auf jeden Fall für Sauberkeit gesorgt und die Insel im Inneren ist auf jeden Fall sauber. Und auch die Stelle, an die ich mich erinnere, hier die raue Seite, also die Seite, wo der Strand noch nicht anfängt, der ganz toll abgetragen wurde im Laufe der Zeit, der aus Korallensteinen besteht, der war vor vier Jahren wesentlich verschmutzt. Da war wesentlich mehr Plastikmüll. Das ist selber auch sehr gut gereinigt worden. Also von Sachen Sauberkeit, finde ich, hat sich was auf der Insel getan. Und es hat sich auf der Insel natürlich noch getan, dass sich eine ganze Menge Gästehäuser hier angezielt haben. Auch ganz große Gästehäuser. Wir sitzen hier gerade vor einem mit drei Stockwerken, was wiederum schon viel ist, aber die Palmen sind recht hoch, also decken die das ein bisschen ab. Also das sind jetzt keine Wolkenkratzer, die das Bild der Malediveninsel stören. Trotz alledem sind es natürlich auch eine Menge Touristen, die dadurch eine Schlafmöglichkeit bekommen. Und wenn hier alle Gästehäuser, die hier gebaut wurden, gut gefüllt sind, dann kann man von Glück reden, dass der Strand so schön lang ist und sich das so sehr, sehr gut verteilt. Andererseits wäre es anders, also wäre der Strand recht... Oh, jetzt ist mir das Mikro schon runtergefallen. Wäre der Strand kleiner, hätten doch die vielen Touristen hier dann ein Problem. Es würde einfach nicht so romantisch sein. Wir waren heute, natürlich, wir sind heute Morgen angekommen, also heute Vormittag angekommen und haben die Zeit gleich genutzt, weil wir nicht genau wissen, wie lange wir hier bleiben. Wir haben die Zeit gleich genutzt, um die Lagune zu erkunden, weil wir, also ich persönlich kenne das Riff, das Innenseiteriff dieser Insel sehr gut. Habe damals auch meine ersten Corallenbleaching-Erfahrungen 1998 gemacht. Hier an dieser Seite der Insel kann ich mich erinnern, da habe ich riesige Tischkorallensterben sehen, die bei jedem Tauchgang immer weißer wurden. Und wir damals noch nicht so richtig wussten, was ist das überhaupt. Es gab noch kein Internet und es gab relativ wenig Publikationen, an die man sowieso auch nicht unbedingt, an die man schon gar nicht rangekommen ist, wenn man auf den Malediven war. Und es hieß immer nur, ja, das Wasser wird wärmer, die Korallen sterben. Und keiner wusste so richtig, woran liegt das und woher kommt das und was passiert da genau. Und ich bin dann aber, als die Bleiche so ziemlich im Höhepunkt war, bin ich zurück nach Deutschland und habe dann erst im Nachhinein erfahren, dass das dramatische Auswirkungen hatte und ganz viele maladivische Riffe damals gestorben sind. Und es gab dann eine lange, lange Zeit, also die Riffe haben dann einige Jahre gebraucht und hatten zum Glück kein El Niño dazwischen, also keine neue Erwärmung und haben sich wunderbar erholt und sahen wieder gesund aus und man konnte das eigentlich als Naturereignis abhaken, was keinen großen Impact hinterlassen hat, aber es war dann 2016 zum El Niño was ganz anderes, weil da gab es vorher schon eine leichte Meereserwärmung, wo die Riffe schon unter Stress gesetzt waren. Und dann kam 2016 so ein ganz kräftiger El Niño, der, wie ihr vielleicht auch gehört habt, dem Great Barrier Reef extrem zugesetzt hat und auch über 60 Prozent der maladivischen Korallen gekillt hat. Und davon ist hier auch eine ganze Menge zu sehen. Also gerade auf der Innenseite der Lagune. Es sind viele Korallen gestorben. Wir kennen das Riff von vor vier Jahren. Das war intakt. Das sah super aus. War sehr gut bewachsen mit Korallen. War ein super Schnorchelplatz. Nennst du das Riff? Ist das ein Riff? Ja, das ist ein Riff, was die Insel schützt. Na klar. Warum sollte ich das nicht Riff nennen? Da wachsen Korallen drauf. Alle Rübe, wo Korallen drauf wachsen, ist eine Art Riff. Ist auf einen so vorgelagert. Wenn ihr euch die Sichtmeldung erstmal anschaut, die sind so toll hingesetzt von der Natur, dass sie tatsächlich starke Wellen abhalten können, um die Beach-Erosion dadurch zurückzuhalten. Aber das ist wie so ein zweiter Ring. Ja, das ist ein zweiter Ring, ja klar. Es ist kein geschlossenes Riff. So wie man einen Riff, keinen Saumriff, wie man das jetzt kennt, wie die Insel natürlich auch nochmal geschützt ist, von beiden Seiten. Es gibt einmal das Außenriff zur Atoll-Außenseite, das durch massive große Korallen geschützt ist. Dass man auch nicht einfach beschnorcheln kann. Das gibt einmal die Innenseite. Aber das Riff ist wesentlich weiter weg. Das kann man gar nicht erschnorcheln. Da kann man gar nicht einfach hingehen und kann einfach rausschnorcheln, sondern da braucht man ein Boot zu. Aber der Vorteil dieser Lagune ist einfach, dass diese, man kann es auch Korallenblöcke nennen, die in sehr großer Anzahl, sehr dicht beieinander, sehr gut zu beschnorcheln sind. Wir waren heute bei Ebbe im Wasser, maximal ein halber Meter hat es aus dem Wasser geguckt. Nicht aus dem Wasser geguckt. Nicht aus dem Wasser geguckt, sorry, war das Wasser drüber. Aber wir haben gesehen, wir sind eigentlich hier, weil wir überlegen, mit der Insel zusammenzuarbeiten. Es ist schon die Insel, mit der wir zusammenarbeiten, letztlich, um ein Coral Propagation Project hier zu errichten, weil die Lagune eigentlich prädestiniert dafür ist, weil der Artenreichtum von Korallen, den man hier findet, also von Steinkorallen in der Lagune, der ist unbeschreiblich groß und das spricht für das Potenzial, was diese Insel hat. Und um auszuprobieren, was hier wie wächst, ist das der perfekte Playground, kann man eigentlich sagen. Und von daher haben wir ein Auge auf die Lagune geworfen und suchen jetzt hier vor Ort einen Partner. Der das mit uns umsetzen möchte, der auch ein Interesse daran hat. Und ja, das ist der Grund, weshalb wir auf die Gora sind.

Also es war da ganz viel zerstört worden. Also wir sind, man muss dazu sagen, wir sind an der Stelle, wo der Bikini Beach ist, ins Wasser gegangen. Das ist eigentlich an dem unbewohnten Teil der Insel ist der Bikini Beach. Das heißt, man muss von den Hotels, also von den meisten Hotels schon noch ein bisschen laufen, aber das ist alles halb so dramatisch, das ist kein Problem und eigentlich überhaupt nicht weit, die meisten Hotels liegen ja sowieso am auf der richtigen Seite auf jeden Fall schon mal und, aber wie gesagt es hört sich alles so riesig an, es ist alles gar nicht so schön. Ja, also wir sind selber in einem Budget in einer sehr günstigen Unterkunft also die Dhigurah ist recht teuer, das kann man schon sagen also selbst die nicht so tollen Unterkünfte, kosten hier locker über 60 Dollar die Nacht. Wir haben das Glück gehabt, gestern Abend hier noch kurz vor sich ein Zimmer zu organisieren, so nach alter Manier. Wir haben es wieder geschafft, uns noch unterzubringen. Trotzdem zu einem Preis, den wir recht hoch finden, weil für die Unterkunft, finde ich, kann man auch günstiger unterwegs sein. Aber wir wissen halt, dass es hier gerade die neu gebauten Gästehäuser, die alle so ein bisschen im Boutique-Stil aufgemacht sind. So knapp unter 100 beginnen vom Preis her. Von daher haben wir da eher noch ein Schnäppchen gemacht. Wir wissen jetzt nicht, wie lange wir bleiben. Aber die meisten, also das Gästehaus, wo wir jetzt sind, liegt so ziemlich in der Mitte der Insel, was recht angenehm ist, weil wir hier günstig kleine Restaurants sehr günstig, günstige Restaurants, recht schnell. Jetzt haben wir es. Jetzt heißt es ja. Ja, und das ist das Schöne, dass wir da relativ kurze Wege haben. Und heute in die Lagune, mein Gott, es war halt wieder heiß mittags. Und der Weg, wir waren ein bisschen gestresst, weil wir hatten eine ziemlich holprige Bootsfahrt hierher. Mit einem kleinen Speedboot und sind ein paar Sachen von uns auch nass geworden. Aber selber unsere eigene Selberschuld, weil wir sie halt nicht ordentlich verpackt haben. Und wir müssen einfach daran denken, unser Gepäck doch sicherer zu verpacken, weil wir sind halt auch nicht immer auf den klassischen Speedbooten unterwegs und auf den Fähren, wo doch alles relativ sicher und trocken bleibt. Aber wir kriegen halt auch mal ein Speedboot, so ein kleines oder mieten uns eins, weil wir halt dadurch ein bisschen Transferzeit sparen können. Und da müssen wir aber sicher gehen, dass dann unsere Sachen trocken bleiben. Und das war heute wieder so eine Lehrstunde, dass es wichtig ist, dass wir doch unser Gepäck sicher verpacken. Aber normalerweise ist das, wie gesagt, kein Problem. Naja, auf jeden Fall waren wir zum Bikini Beach hingelaufen, sind dort. Und der ist riesig, also nochmal, der ist wirklich riesig, der geht von den Gästen, also ich würde sagen, es ist nicht nur die längste Insel, es ist auch der längste Bikini Beach der Malediven, würde ich sagen. Ja. Weiß man nicht, wie lang Kela ist, aber Meinst du, die geht bis zum Ende? Ja, bis zum Ende der Insel. Okay, und die Locals haben nur das hier? Die Locals, das ist hier schon damals toleriert gewesen. Es gibt hier keinen Local Beach, der von da aus... Allerdings haben sie ja gesagt, das, wo wir jetzt hier sitzen, ist der Local Beach. Und das ist jetzt hier gerade mit Steinen. Aber das liegt auch daran, dass der Strand hier noch, wie das natürlich ist, sich bewegt, monsunmäßig. Wir waren hier damals auch im März, kann ich mich erinnern, Februar, März. Das heißt aber, dass der hier nicht jedes Mal so aussehen muss. Das kann also auch wieder zurückkommen. So hörte sich das jedenfalls heute auch an, die Erzählung, die wir hatten. Auf jeden Fall waren wir, wie gesagt, am Bikini Beach und haben im Grunde genommen genau diese Korallen beguckt, die wir uns auch schon vor vier Jahren angeguckt haben. Da haben wir alles ein bisschen anders in Erinnerung gehabt, müssen wir sagen, haben damals auch nicht dokumentiert. Damals waren wir noch keine Korreldokter. Damals waren wir noch in der Findungsphase dafür. Da hatten wir eigentlich unseren ersten Termin kurz danach oder kurz davor, wo wir mit dem ersten Ressort Kontakt aufgenommen haben, wo wir überhaupt erstmal überlegt haben, wie das Ganze initiiert wird und wie wir das umsetzen. Wir hatten den Partner schon an Bord mit dem Deutschen Meeresmuseum, waren wir schon verbunden. Also die haben uns unterstützt, aber wir wussten damals noch nicht wie. Und haben uns damals auch stark auf Ressource fokussiert, weil wir dort die größere Hilfe erwartet haben. Ja, ist ja eigentlich auch so. Und die Organisation, ja gut, das ist finanziell. Nee, aber finanziell in dem Sinne, dass man eben keine Übernachtungskosten hat, dass es halt auch Materialkosten abgedeckt werden können. Sicherlich haben wir keine finanzielle Hilfe von denen. Ja, mit dem, was sie sowieso bieten können. Aber auch das kann eine Local Island bieten. Unterdessen, ja. Ja, weil es gibt halt sehr viele Gästehäuser, die uns unterbringen können, wenn wir hier für sie als Chorl-Doktor unterwegs sind. Und sie können uns auch verpflegen. Und sie haben auch die Möglichkeit, durch den Anschluss in die lokale Community Baumaterial zu besorgen. Also wenn zum Beispiel Korallenframes geschweißt werden. Es gibt hier genügend Bautätigkeiten auf der Insel und das sind diese Stahl... Wie nennt man das? Irgendwas mit Eisen. Ja, Iron... Armierungsstahl würden wir dazu sagen. Ja, Armierungseisen, genau sowas. Das ist richtiger Stahl und die sind so fingerdick. Das ist eigentlich, was wir auch in unsere Deckenkonstruktion bringen. Hier machen sie es neben die Decken, hier machen sie es hochkant, weil hier werden die Pfeiler damit unterstützt. Oder unsere Stürze über Fenster und Türen und sowas, sowas ist da auch drin. Und daraus werden dann Frames geschweißt. Das ist möglich, das ist auch nicht sonderlich teuer. Das gibt es auch in Edelvarianten. Es gibt Inseln, die beschichten das dann noch direkt mit Sand. Da kommt aber dann auch wiederum ein Kleber drauf. Und dann wird das beschichtet mit dem Sand. Und das ist dann, glaube ich, so eine Art Resin. Ich weiß nicht genau, wie es gemacht wird. Es geht mehr darum, dass das schön aussieht. Wir wissen, dass es keine Notwendigkeit hat. Korallen wachsen deshalb nicht schneller. Die wachsen recht gut auf Eisen. Können wir auch durch unsere Nagelmethode bestätigen. Selbst an den Nägeln, an den blanken Stahlnägeln wachsen die Korallen recht schnell fest. Und da sind wir recht glücklich drüber, dass das so einfach geht. Das haben wir uns heute angeschaut und haben festgestellt, wir haben es nicht gesehen, wie es aussah, als es richtig tot war. Also nach 2016 waren hier schon, also ich würde sagen, wir haben uns darüber jetzt noch nicht ausgetauscht, weil es ist ja noch recht frisch. Ich würde schon sagen, das war zu 90 Prozent, waren diese Blöcke, wo wir waren, die waren nach dem Ingenio platt. Da war nichts mehr am Leben. Bis, sorry, nee, nicht richtig, weil es gibt riesige, die riesigen Purites. Ja, und andere große, ich kenne leider den Namen nicht von allen, Hirnkorallen und ähnliches. Also alles, was so riftbildende, große Korallen sind, die so Köpfen, Kopfmäse sind. Ja, so wie riesige Köpfe. Es gibt Köpfe, die sind groß, die haben mehrere Meter Durchmesser. Sie sind mehrere hunderte Jahre alt. Und die leben immer noch. Und die sind auch in einem guten Zustand. Aber das haben wir auch festgestellt, dass diese Korallenarten auch in anderen Riffen, und wir haben mittlerweile schon sehr, sehr viele Riffe gesehen, eine sehr gute Überlebensrate hatten. Und die sind hier besonders mächtig. Also hier gibt es tatsächlich welche, die sind ganz definitiv richtig alt. Wenn nicht sogar schon fast tausend Jahre. Das ist richtig Hammer, wenn man weiß, wie viel Zeit so eine Koralle braucht. Gerade so eine Koralle braucht, um zu wachsen. Und deswegen ist es falsch. Diese Korallen sind so ziemlich fast alle am Leben geblieben. Oder sehr viele davon sind am Leben geblieben. Genau, und wenn nur Teile davon am Leben sind. Und nur das Dach davon zum Beispiel, habe ich oft gesehen, kaputt war, aber die Seiten noch am Leben waren. Ja, und so kann das aber weiter wachsen. Also kann auch der obere Teil, der gebleicht ist, wieder zuwachsen. Weil die Koralle sich ja weiter vermehrt und dann auch nahtlos wieder das alles schließen könnte. Was halt gestorben ist, sind die Korallen, die alle, also die, wie nennt man die? Fingerkorallen. Also wir nennen sie in Englisch Branching Corals, also sind Fingerkorallen. Also die sind so die Agropora und die Pozolopora, die sind so ziemlich dahin gewesen. Also da gab es so gut wie keine Überlebenden, so vielleicht zwei, drei Prozent. Wo man aber auch nicht weiß, ob die ganz frisch nachgekommen sind, weil die Großen, die dort waren, die waren, fand ich, auch nicht so gut. Ja, aber für ein Jahr, jetzt... Zwei Jahre. Die hätten, waren vielleicht... Ach, jetzt sind es ja schon zwei Jahre, ja. Also auf jeden Fall, die meines Erachtens aber schon da gewesen sein müssen, bloß vielleicht halt so klein, dass man sie noch nicht hätte wahrgenommen vor zwei Jahren. Das denke ich. Wir haben, die, es gibt ganz viele, ganz viele neue Korallen, die sich angesiedelt haben. Wir haben auch eine ganze Menge Bilder gemacht heute und bis unsere Kamera heute leider Wasser gezogen hat, also das Gehäuse Wasser gezogen hat, wir hoffen, dass die noch zu gebrauchen ist. Unsere Actioncam, die GoPro leider. Die Speicherkarte konnten wir auf jeden Fall retten, die habe ich auf jeden Fall erstmal retten können, die war noch vorhin hinten auch intakt, den muss ich dann nur noch kopieren. Und es gibt ganz viele kleine Korallen. Die sind alle so maximal 20 cm groß sind sie geworden in den zwei Jahren. Und die sieht man wirklich in sehr, sehr großer Anzahl. Ja, traumhaft schön in verschiedenen Formen. Von der Tischkorallenart bis hin zu Elchgewei-Arten und also ganz toll und punterbunt, also so wie man das selten sieht eigentlich. Ich hatte mich gefühlt, als wenn ich durch ein Aquarium schwöre fast. Ja, so kleine, das sind zwar alles, wie gesagt, recht kleine Korallen, aber da sie auf einem großen oder auch nicht weit voneinander standen, war das wirklich so, dass man sich wie in einem Aquarium gefühlt hat. Und gerade wenn die Korallen sehr jung sind, also wenn sie noch in einem jungen Status sind, Und dann sehen sie besonders colorful aus, sind sie besonders bunt, finde ich. Warum und weshalb das so ist, kann ich nicht sagen. Aber sie sehen tatsächlich, wenn man sich dieses kleine Stückchen konzentriert, sieht das so aus, als wenn sie bunter sind. Viel kräftiger in der Farbe, als wenn sie dann schon größer sind. Ich hänge es auch damit zusammen, dass sie, wenn man draufschaut, auch so eine kleine Koralle, die so groß wie die Handfläche ist und trotzdem schon die ganzen kleinen Punkte hat, die dann letztlich auswachsen, also wo die Finger dann rauswachsen, dass man diese Farben alle auf einer Stelle sieht. Wenn sie dann ausgewachsen sind und sich in einem größeren Radius verteilen, dass sie dann nicht mehr so, weil die restliche Koralle ist, eigentlich nur die Spitze ist farbig. Die meisten haben nur in den Spitzen die Farbe. Ja, so extrem, ja. Aber das ist eben das, was ich hier so toll fand, dass es halt welche gab, die selbst der Finger selber schon farbig war, in lila oder in grün, wie man das eigentlich auf den Malediven recht selten sieht, weil die meisten eher doch braun sind mit halt farbigen kleinen Spitzen und die dann doch teilweise schon recht groß gewesen sind, fand ich. Das heißt aber trotzdem nicht, dass das spezielle Korallen sind, die hier wachsen, sondern es sind Korallen, die hier, wir haben ja spezielle Lichtverhältnisse, weil wir halt auch sehr nah an der Oberfläche sind. Deshalb ist es sehr gut zu sehen und das macht diese Korallensteine, diese riesigen Korallenformationen hier direkt am Ufer so interessant. Und wenn das alles hier noch größer wird, dann wird das wieder, es ist jetzt schon wieder, man kann das als ruhigen Gewissens als Schnorchel Paradies empfehlen. Und ja, wir schauen mal, ob wir hier was auf die Beine stellen können. Ja.

Was haben wir noch zu erzählen? Eine Sache gibt es noch, die auf jeden Fall erwähnenswert ist. Es gibt das Welschak Research Center. Das heißt, die offizielle, also hier gibt es eine Organisation, die nennt sich Welschak Research Center. Ja, Welschak Research. Die, der Name schon sagt, machen Forschung über Walhaie, die hier unten im Süd-Ariatoll in Sicherheit anzutreffen sind. An der Südspitze des Ariatolls gibt es ganz viele Walhaie, die dort kreuzen. Es gibt da auch einen Artikel bei uns im Bünzenblog, der nennt sich mit Walhaien schwimmen. Wer sich darüber mal belesen will oder wer einfach was über Walhaie wissen möchte und wie man die Möglichkeit hat, auf dem Malediven Walhai zu sehen. Der ist dort richtig aufgehoben. Wenn wir morgen noch Zeit haben, jetzt wird es schon wieder so dunkel, dass wir vielleicht dann auch den Weg gar nicht mehr finden, aber die Herren schon mal gerne, wenn ich das mal, irgendwann Hallo gesagt. Ich glaube, um die Uhrzeit ist es auf dem Malediven immer keiner mehr zu erreichen. Aber morgen kennen wir die bestimmt. Wir schauen mal. Ja, leider nicht so einfach zu finden, wo sie sich genau befinden auf der Insel. Wir werden uns durchfragen. Wir schauen mal, wie wir da hinkommen. Wenn wir nicht hinkommen, dann machen wir das das nächste Mal, weil wir vermuten dann mal, dass wir nicht das letzte Mal waren. Lang mit einer super Lagune, mit einer wirklichen Diversity, also Vielfalt von Korallen, die hier wachsen. Die Außenseite, auch von der Außenseite von die Dhigurah können schon Walhaie beobachtet werden. Nicht mit so einer großen Sicherheit wie in Mami Gili und Holiday on Sun Island, die beiden Ressorts, die da an der Südspitze liegen. Aber man ist hier auch in wenigen Minuten mit dem Speedboat Richtung Mami Gili unterwegs. Auch noch zur Anreise kann man sagen, die Dhigurah selber hat regelmäßige Speedboot-Transfers, zweimal täglich. Freitag, das wissen wir nicht, auf jeden Fall wird es da auch mindestens eine Möglichkeit geben. Und es gibt den Airport in Mami Gili, wo man auch mehrfach täglich hinfliegen kann, mit einem Domestic-Flight. Der Flug selber ist lächerlich kurz, der dauert manchmal unter 20 Minuten. Für die Stunde war das, glaube ich, unter 20 Minuten dauert der. Das war lustig, als wir das mal gemacht haben. Man hat das Gefühl, man ist gar nicht richtig oben angekommen und schon ist man wieder unten. Genau, das geht ratzfatz. Da ist die Anflugzeit auf dem Airport länger als die eigentliche Flugphase. Man ist dann auch in wenigen Minuten hierher gebracht. Das heißt, man kann hier auch am Abend ankommen, vielleicht für die Spättransfäre, die aus Sri Lanka am späten Abend landen und dann doch noch eine Möglichkeit suchen, nicht in der Nähe von Male zu bleiben, bieten sich generell immer die Inlandsflüge an, weil die einfach... Immer. Weil die immer mit großer Sicherheit fliegen, doch bis abends um 10, 11 stellenweise. Man muss sogar eigentlich, wenn es danach geht, obwohl es eigentlich ein sehr teurer Transfer ist, es ist aber immer ein sehr bequemer Transfer, da man da auch ziemlich wetterunabhängig ist. Ja, wenn die See rau ist. Das juckt einem dann schon, weil man dann von Mami Gili nochmal hierher fahren muss. Und das ist dann schon wellig. Da ist es eher angenehm, wenn man in Mami Gili bleibt. Aber die Insel haben wir noch keinen Podcast gemacht. Das weiß ich nicht, ob wir das jetzt auch wollen. Wir kennen Mami Gili sehr gut. Wir könnten es eigentlich machen. Wenn ihr unbedingt einen haben wollt, dann schreibt uns mal einen Kommentar auf unsere Facebook-Gruppe. Ja, und dann hat man ja auch noch die sehr günstige Variante. Man könnte also auch mit der Ferie hier ankommen das ist auch kein Problem dauert ein bisschen mit der lokalen Ferie genau ja man kann auch eine Nacht in Marmigil übernachten und kann auch mit der lokalen Ferie hierher kommen wenn man abends ankommt es gibt so viele Möglichkeiten denkt immer dran, unseren Transferguide der beantwortet euch ja ganz viele Fragen aber wir sind ja heute als Coral Doctors unterwegs gewesen und deswegen schaut auch mal auf unsere Coral Doctor Seite bei Facebook unter korrel.doctors findet ihr eine ganze Menge Informationen für das, was wir hier auf dem Maldiven so machen, was wir hier schon auf die Beine gestellt haben und was wir auch zukünftig auf die Beine stellen werden. Und wir freuen uns über eure Unterstützung, gerne. Also ihr könnt uns auch gerne einen kleinen Groschen spenden, wenn ihr das gerne möchtet. Wir freuen uns, wir sind im Moment ganz dringend auf der Suche nach Equipment, das wir brauchen, für unsere Monitortätigkeit, um Korallen zu beobachten, um ordentliche Bilder zu schießen, kleine Videos zu machen. Und wie ich gerade gesagt habe, die Kamera heute hat Wasser gezogen, also es kann sein, die Actioncam ist dahin. Und das alles aus eigener Tasche zu bezahlen, das geht doll ins Geld. Und wir helfen den Communities und stoßen immer wieder an Probleme an Probleme in der Finanzierung. Von daher, wenn das jemand hört, der uns tatkräftig unterstützen will, der ist herzlich eingeladen. Wir sind transparent in dem, was wir tun. Wir zeigen und lassen euch gerne auch teilhaben. Von daher, ihr seid herzlich willkommen. Und das war der Podcast aus Dhigurah von den Insenauten als Chorl-Doktors heute unterwegs. Yami und Toddy waren wieder am Mikrofon. Und wir freuen uns, wenn ihr wieder einschaltet zu unserem nächsten Podcast. Vergesst nicht, uns eine positive Bewertung bei iTunes zu hinterlassen. Das hilft vielen, vielen Menschen zu erfahren, dass es uns gibt, dass man günstig auf die Malediven reisen kann, dass es wichtig ist, die Korallenriffe dieser Welt zu schützen. Danke für eure Zeit. Macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Bis denn. Tschüss.

Vielen Dank.

Kommentare (2)

Hier liest du echte Fragen und Antworten aus den letzten Jahren zu diesem Artikel. Neue Kommentare sind nicht mehr möglich, für aktuelle Fragen erreichst du uns über die Beratung oder den Kontakt.

  1. Tanja 15.08.2023
    Hallo!
    Super Website und tolle Idee mit dem Transkript für alle, die so wie ich lieber lesen als hören. Es wäre super, wenn das dann auch noch verständlich wäre, so macht es leider wenig Spaß!
    1. Toddy 15.08.2023
      Hi Tanja, dann ließ mal bitte jetzt, ist doch besser oder? LG Toddy 😎
Y & T
Wer wir sind

Yami & Toddy

Hinter den Inselnauten stecken wir zwei. Seit fast 30 Jahren sind wir auf den Malediven unterwegs, über 130 Inseln haben wir selbst besucht. Wir teilen echtes Wissen aus erster Hand statt Hochglanzversprechen, weil die schönste Reise die ist, die wirklich zu dir passt.

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