Wer sind eigentlich die Coral Doctors? Seid mit dabei, wenn wir Fragen zu unserem Coral Doctors Project beantworten. Seit 2015 betreiben wir ein Korallenschutzprojekt auf den Malediven. Unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund und dem Zoo Aquarium Madrid, haben wir engagierte Tauch- und Wassersportprofis, sowie Hoteliers und deren Mitarbeiter zu mittlerweile eigenständig arbeitenden “Korallengärtnern” ausgebildet. Mit unserer Hilfe erhielten unsere Workshop-Teilnehmer notwendiges Korallen-Grundwissen und erlernten den praktischen Umgang mit diesen faszinierenden und obgleich fragilen Meereslebewesen.
Inspiriert zu dieser Folge wurden wir durch die Fragen von der Journalistin Kirsten Seegmüller, die wir während unseres Coral Restoration & Propagation Workshops im März 2019 auf der Einheimischen Insel Ukulhas kennengelernt haben.
Nachfolgend nun für Euch die im Podcast versprochenen Links und Videos:
Es gibt übrigens hier einen Artikel über unser Coral Doctors Project und ein Video:
Wir freuen uns über Eure aktive Unterstützung unseres CORAL DOCTORS Projekts:
https://www.betterplace.org/de/projects/64435-ausbildung-von-korallengartnern-auf-den-malediven
Transkript anzeigen
Unser Projekt generell, um es nochmal zu beschreiben, wir transferieren Wissen über Korallenvermehrung an Malediver.
Ihr hört den Malediven Podcast von den Inselnauten...
Die Insel Nauten Yami und Toddy, live aus ihrem Garten in Deutschland. Gerade haben wir eine wunderschöne Eidechse beobachtet, weil wir eigentlich schon fast angefangen hatten, den Podcast aufzunehmen. Hat uns jetzt abgelenkt. Die sitzt da noch. Ja, die sitzt da noch. Wir haben ein Bild gemacht. Ja, sehr schön. Gibt es in den Shownotes. Passt eigentlich überhaupt nicht zum Thema, eine Eidechse. Aber auf dem Malediven gibt es auch schöne Echsen. Ja, zwei, drei Sorten. Wir sagen immer Mini-Drachen. Genau, und das ist ein deutscher Drachen. Die war total zutraulich. Konnte man fast streicheln. Aber die werfen ja gewöhnlich den Schwanz ab. Wenn man sie zu hart anfasst. Also wir lassen es lieber. Zu Sicherheit. In Malediven, die werfen übrigens keinen Schwanz ab. Doch, der Gekko wirft den Schwanz ab. Ist der Gekko auch eine Eidechse? Ja. Ist eine Eidechse? Ja. Also wir haben hier auch deutsche Gekkos im Garten. Nein, das ist kein Gekko. Ein Gekko. Aber Eidechsen, denke ich. Ja, aber kein Gekko. Ein Gekko hat ja diese breiten Zehen, damit er die Wand hochmacht. Ich weiß, aber du sagst, das sind Eidechsenartige Wesen. Ja. Also ist das weitläufig gesehen dann auch? Nein. Ein Gekko ist eine spezielle Eidechsenart. Genau. Okay. Leute, wir wollen euch über unser Chorall-Doktor-Projekt erzählen, was mit diesen Tieren überhaupt gar nichts zu tun hat. Nein, weil die können nämlich nicht schwimmen und die leben auch nicht im Wasser. Nee, tun sie nicht. Und Chorallen leben bekanntlich im Wasser. Genau. Auf den Malediven zum Beispiel. Und da wir schon seit einiger Zeit ein Korallenprojekt mit dem Deutschen Meeresmuseum vor Ort betreiben und wir kürzlich einen unserer Workshops in Okulas auf einer einheimischen Insel natürlich durchgeführt haben, haben wir eine Journalistin kennengelernt, die Kirsten. Und die hat uns mit einer ganzen Menge Fragen versorgt, die sie braucht, um einen Artikel über uns zu verfassen. Und wir haben gedacht, da wollen wir ihr doch helfen. Genau, da helfen wir ihr und da wir euch gleich daran teilhaben lassen wollen, in Form eines Podcasts, wollen wir jetzt die Fragen für sie beantworten und das für euch, mit euch gemeinsam tun. Und die erste Frage von ihr war, wann wir das erste Mal auf den Malediven waren und ich war vor 21 Jahren das erste Mal auf den Malediven. Dieses Jahr werden es 22 Jahre. Und ja, lange, lange her. Habe dort damals als Tauchlehrer angefangen zu arbeiten. Habe das erste Mal ein tropisches Riff gesehen. Das erste Mal Mantas gesehen. Gleich bei meinem ersten Tauchgang übrigens. Und ja, die Malediven. Das hört sich ein. Da habe ich mich in das Land verliebt. Eigentlich schon so ziemlich, ja, in den ersten paar Tagen. Da war es um ein Geschehen. Alle, die schon da waren, wissen, wovon ich rede. Ich bin infiziert worden vom Malediven-Virus und der wird immer schlimmer über die Jahre. Da wird man nie von geheilt, so richtig. Und du, wann warst du das erste Mal da? Also ich war jetzt ungefähr vor 14 Jahren das erste Mal da. Eigentlich so fast genau das erste Mal da. Und ja und das erste Mal auf Ressortinseln damals ist das so wichtig? Finde ich schon, das ist wenigstens kurz zu sagen du hast ja auch gesagt, wie du angefangen hast also auf Ressortinseln du hast mich dahin verschleppt genau, weil nämlich der Thorsten also mein Toddy schon verrückt nachdem er in Malediven war hat er mich dorthin verschleppt und hat mir das wunderschöne Land gezeigt und mich gleich mit diesem Malediven-Virus angesteckt. Und ich habe mich auch verliebt in das Land, verliebt in die Menschen dort, in deine Freunde, die du schon vorher hattest, die dann auch meine Freunde wurden. Und weitläufig gesehen dann immer mehr entstand vor drei Jahren dann der Insel Nautenblock daraus, aus dieser Liebe und aus der Möglichkeit, einheimische Inseln zu bereisen und euch zu erklären, wie man das machen kann, weil das Wissen ganz einfach darüber auch nicht präsent ist. Deswegen existiert ja unser Inselnauten-Blog. Aber die Idee zu den Coral Doctors existierte schon vor den Inselnauten und deswegen waren wir auch schon vor den Inselnauten für die Coral Doctors unterwegs, haben da schon eine ganze Menge gewuppt, aber das werden wir euch jetzt anhand der Fragenbeantworterei noch näher bringen. Sie will jetzt wissen, die Kisten, wie die Korallen damals ausgesehen haben, also vor 22 Jahren auf dem Malediven. Ja, sie sahen traumhaft schön aus, sie waren gesund, sie waren so intakt, wie man sich einen Riff vorstellen muss und kann. So diese blühenden Gärten unter Wasser, traumhafte Top-Riffe super lebendige Steinkorallen super große Tischkorallen die man auf den Malediven mittlerweile fast gar nicht mehr findet Mich hat dir gerade was ins Ohr gezwickt So wie ein Waffersweg geflogen Ja Also die Malediven, so wer vor 22 Jahren oder vorher schon auf den Malediven war der weiß wovon ich rede Alle anderen wissen es nicht denn ich weiß es auch nicht Nee, die Ami hat ja damals nicht wirklich getaucht, als ich sie das erste Mal mitgenommen habe. Sie hat das Tauchen erst gelernt, also ich musste sie erst anstecken, musste sie erst infizieren. Ja, aber das ist eine andere Story. Genau, ich hatte, aber als ich das erste Mal das Riff gesehen habe, war ich eher überwältigt von den vielen bunten Fischen, muss ich ehrlich sagen, weil ich habe mir immer, jeder kennt es ja, war bestimmt schon mal in einem Aquarium irgendwo in Deutschland und denkt immer, das ist alles kunterbunt, so wie es halt dort auch ist. So ist es natürlich nicht, aber als ich das erst dann wirklich tauchen gelernt habe, dann habe ich ja wirklich echt das Riff erst gesehen und, also fand ich jedenfalls, hat sich erst für mich das Auge dafür geöffnet. Und auch als ich damals tauchen war, war es sehr schön, zumindest an vielen Plätzen, auch relativ große Tischkorallen und schöne Steinkorallenformationen. Ja, sie waren damals ja wieder in Ordnung. Weil die Frage, die jetzt kommt, die bezieht sich erst mal auf 1998. Also wie habt ihr den El Niño 1998 erlebt? Den habe ich erlebt während meiner Arbeit. Ich habe ihn eigentlich täglich erlebt und täglich gesehen, wie die Korallen immer weißer wurden. Deswegen spricht man ja auch von der Korallenbleiche. Also Korallen werden weiß, sterben dadurch ab. Die Amik kann das besser beantworten. Also die Korallenbleche funktioniert im Grunde genommen so, das Wasser ist zu warm. Dadurch verlieren die Korallen ihre Symbionten. Das ist eine kleine Alge, die in ihrer Haut lebt und ihnen eigentlich die Farbe gibt. Die macht Photosynthese und ernährt die Koralle. Und diese werden praktisch ins Wasser abgegeben. Die verpissen sich eigentlich, kann man sagen. Man weiß nicht so richtig, warum das so ist, aber es ist halt das und die Koralle an sich ist halt nur eine transparente Schicht, weil sie ist nämlich ein bisschen, man kann sagen, verwandt mit den Quallen. Das erklärt sich dann daraus, dass sie transparent sind und mit einem Kalkskelett unten drunter Und dieses Kalkskelett ist dann praktisch das, was wir noch sehen können, was dann übrig bleibt. Und wir sehen, und das ist halt weiß. Und das ist wie ein purer Knochen im Grunde genommen, den wir sehen, der noch mit einer durchsichtigen Haut überzogen ist. Und die Koralle kann das eine Weile ab, aber wenn das zu lange dauert, dieser Zustand, dann verhungert sie eigentlich. Und dann bleibt sie weiß und stirbt. Und wird dann am Ende grau, weil es einfach dann von Algen überwachsen wird. Und am Ende fallen sie dann mal zusammen, beziehungsweise werden vielleicht idealerweise neu überwachsen und bilden Strukturen für andere. Allerdings, wenn der Zustand nicht so lange anhält, können auch diese Algen-Zombionten wiederkommen und dann ist die Koralle gerettet. Wie das genau geht, wissen wir nicht, ob die dann wieder zurückgeschwommen kommen. Wir wissen auch nicht, wo sie wirklich hingehen. Also ins Meer werden sie halt inströmen. Und ob sie sich dann woanders ansiedeln, das ist leider noch nicht geklärt. Beziehungsweise beschäftigen wir uns nicht damit, sondern unsere Projekte befassen sich eher damit, wie man Korallen richtig vermehrt, das heißt Korallen, die noch lebendig sind, so wachsen zu lassen, dass sie wieder zu voller Schönheit erblühen können, wenn man das mal so sagen kann, also ihre Farbe haben können. Und jetzt war noch der zweite Teil der Frage. Es gab 2016 den nächsten El Niño, der meines Erachtens ähnlich schwer wie der 1998 war. Da müssen wir trotzdem nochmal erklären, was ein El Niño ist. Wenn ich es ins Grobe, El Niño sind warme Meereströmungen, die von der lateinamerikanischen Pazifikseite anfangen und dort praktisch der Strom nicht normal funktioniert. Normalerweise kühlt das Wasser dort ab und das passiert in einer Zirkulation und das passiert nicht. Wir verlinken euch da mal ein Video zu. Das ist ein komplexer Prozess. Dadurch kommt das warme Wasser in diese Meeresströmung und verteilt sich eigentlich genau an der Äquatornähe, also eigentlich genau rundherum. Wir verlinken euch das. Es ist schwierig, den Nino genau zu erklären. Das Eigenartige ist auch diese Sache, wir kriegen zwar keine Meereserwärmung hier in Deutschland, aber auch auf unser Wetter hat das Einfluss, weil das ist alles miteinander verknüpft. Genau, ihr wisst, dass der Golfstrom zum Beispiel auf unser Wetter einen extremen Einfluss hat. Das ist ja auch ein warmer Meeresstrom, der aber auch warm sein darf. Der wärmt sich ja in der Bucht in Mexiko, glaube ich, in der großen Bucht dort und wird dann Richtung Europa transportiert. Wenn der zum Beispiel nicht mehr wäre, also wenn der versiegen würde oder eine andere Temperatur hätte, dann würde das ganz extrem Einfluss auf unser Wetter haben, als Beispiel dazu. So hat der El Nino auch Einfluss auf unser Wetter. Also das, was wir im Moment an Wetterphänomenen erleben, unsere Grillsaison im Februar und im Mai, Schnee wieder in den Bergen, wo es halt nicht gewöhnlich ist oder das ist einfach krass und wird unter anderem auch dadurch ausgelöst, dass ihr das mal gehört habt. Oder Dürren in anderen Ländern zum Beispiel. Aber auswirken, richtig, ganz extrem, Dürren, wir hatten ja auch letzten Sommer schon fast eine Dürre, die sich nur langsam wieder ausgleicht. Ist sehr ruhig, das ist nur das, was wir mal gehört haben. Also ich kann das jetzt leider nicht vergleichen und man muss auch sagen, zum El Nino selber waren wir 2016 nicht da. Wir haben den El Nino vor Ort... Das geht ja auch nicht darum, wie wir ihn erlebt haben. Die Auswirkungen haben wir doch erlebt. Also das geht ja auch nicht darum, dass wir da waren, sondern wir haben gesehen, was mit unseren Projekten passiert ist. Allerdings kann man, das Tolle ist halt, wir können das auch heute, also leider erst jetzt richtig die Auswirkungen auch sehen, weil damals also gab es ja auch noch diese Vernetzung weltweit nicht, wo man also auch insgesamt das gesehen hätte, wie sich das 1998 generell ausgewirkt hätte auf, oder? Ich weiß nicht, was das betrifft. Naja, weil die Frage doch auf einen Vergleich zwischen 1998 und 2016. Ja, man kann das so vereinfacht beantworten, indem man sagt, die Auswirkungen waren enorm. Die Malediven sind etwa 60 Prozent, man spricht etwa davon, 60 Prozent der Riffe sind extrem geschädigt worden, also tatsächlich abgestorben. Und das war 1998 ähnlich schlimm, kann man sagen. Also wenn nicht sogar noch schlimmer. Aber den genauen Vergleich kennen wir nicht. Also wir sind jetzt keine Zahlenfetischisten. Das würde sagen, da waren es 75 Prozent und jetzt sind es nur 61. Wir wissen, dass man von etwa 60 Prozent auf den Malediven spricht. Und was ich gesehen habe, aus einer Welt, die völlig intakt war damals, was da passiert ist, das war ein extremer Eingriff. Und ich würde auch mal sagen, dass man diese beiden Phänomene miteinander gar nicht so direkt vergleichen kann, weil nämlich der Abstand zwischen einer intakten Welt, wo es vorher gar kein Bleaching gab, also kein nachweisliches, wirklich nicht, weil mittlerweile gibt es Bohrungen, man macht Riffbohrungen und sieht, wann es Bleaching-Events gab. Und es war tatsächlich 1998 einer der größten Bleaching-Events, der wohl angeblich in den letzten, ich will nicht schwindeln, aber 400 Jahre, glaube ich. Und das kann man halt anhand von Kernbohrungen feststellen, ähnlich wie bei Lebensringen bei Bäumen kann man das sehen und es war ein extremer Einschnitt in das Leben der Korallenriffe und da ging das eigentlich los und den Rest haben wir dann noch mit verursacht und der 2016er El Niño. Ja, auf jeden Fall für unsere Projekte war es eine Katastrophe und also für die Malediven allgemein, natürlich für die ganze Welt. Wir hatten 2016 schon auf drei Ressortinseln Projekte, vier Ressortinseln, die wir betreut haben, auf drei haben wir selber Projekte gestartet und haben eigentlich fast auf jeder Insel, also zwei Inseln komplett verloren mit dem Projekt und eine konnte sich retten, weil die Jungs, die dort gearbeitet haben, auch einige Sachen, tiefere Regionen und umgestellt haben. Einfach reagiert haben. Auch mehr als die Hälfte verloren damals. Und eine Insel haben wir komplett verloren. Also die konnte nicht mal wieder angefasst werden, weil sie so, weil das Riff wirklich komplett zerstört worden ist leider. Tja, das sind ja tatsächlich so viele Fragen mit Sicherheit, wie viele Fragen. Das hast du hier mit uns gemacht. Das wird ja eine 2-Stunden-Folge. Nein, keine Angst. So, nächste Frage. Komm, wir machen das jetzt schneller. Was sagst du davon? Wie war das Umweltbewusstsein der Einheimischen damals und heute? Umweltbewusstsein war, das war vor, ich würde sagen, vor 20 Jahren wesentlich entspannter, als es das jetzt ist. Die hatten damals kein Bewusstsein dafür, weil sie auch nicht unbedingt eins haben mussten, weil sie ganz einfach gelebt haben. Der Tourismus auf die Maldiven kam erst vor über 30 Jahren dorthin. Vorher haben die tatsächlich Kokosnüsse von Kokosnüssen und von ihrem Fisch gelebt und haben sich ein paar Gewürze und Reis durch Handeln mit Indien und mit Sri Lanka besorgt. Dadurch, und das kennen wir aus unserer Zeit natürlich auch, die industrialisierte Gesellschaft ist hier natürlich anders, gab es natürlich andere Entwicklungen, weil es da Verpackungen schon viel eher gab, aber in den Ländern gab es die Verpackungen ganz einfach gar nicht. Da war es dann eher der berühmte Reishack, der vielleicht irgendwo rumgeschwommen ist. Aber ansonsten gab es fast keine großen Verpackungsmaterialien. Also hatten die dieses Problem schon erstmal gar nicht. Es gab auch keine großen anderen Möglichkeiten. Also wie gesagt, sowas wie Überfischung oder so gab es da nicht, dass dann Fischer, die halt fischen gegangen sind, das ist alles sehr einfach gewesen. Im täglichen Bedarf. Genau, das war eher... Ja, das waren schon fast so wie man sich das... Das war so ein bisschen Urvolk schon, kann man so vielleicht vergleichen so ein bisschen damit. Sie waren durch Seefahrer natürlich und durch den... Die liegen ja sehr zentral auf den Straßen, also auf einer Wasserstraße eigentlich. Deswegen hat China ja auch Interesse, die neue Seitenstraße mit den Malediven unter anderem zu begründen, weil die auf dem Weg dazu liegen. Also die quaken und so frisch gehen sie. Das am helllichten Tag. Tja, also auf jeden Fall gab es Umweltbewusstsein. In dem Sinne nicht, nein. Das hatten wir alle damals noch gar nicht. Hatten wir ein großes Umweltbewusstsein vor 20 Jahren? Ich ja, das haben wir schon an der Schule gelernt und ich war damals noch an der Schule. Uns wurde Das Umweltbewusstsein, es wurde eher der Umgang mit der Natur gelernt, aber das Umweltbewusstsein an sich, dass es eine Dringlichkeit gibt, auf unsere Natur zu achten, weil wir diese Ressource Natur oder überhaupt die Ressourcen unserer Erde schützen müssen, das gab es in meiner Zeit, wo ich aufgewachsen bin, eher nicht. Das war eher eine Selbstverständlichkeit, das war halt verfügbar und mit dem sollten wir schon schonend umgehen, aber die Dringlichkeit, die wir jetzt sehen im Vergleich, gab es damals nicht. Ja, also man kann auch so einem Volk, was da, wie gesagt, überhaupt nicht industrialisiert, überhaupt nicht war und eigentlich so richtig auch nie geworden ist, finde ich, also eigentlich keinen Vorwurf machen. Das Problem ist jetzt, dass es Wahrheit nicht vorhanden ist. Und das Problem ist jetzt... Nicht notwendig, wie gesagt, weil sie den Weitblick auch gar nicht hatten. Sie waren auch sehr isoliert. Die waren in dieser Weltgemeinschaft einfach, haben sie existiert so, in ihren kleinen Inselchen abgeschottet. Und jetzt ist das Problem, dass sie eigentlich wissen, also dass ihnen eigentlich schon bewusst gemacht wird, weil es wird gelehrt, es wird gesagt, es wird überall... Es gibt immer wieder auch Kampagnen zum Umweltschutz und auch zum Thema Müll und sowas. Aber die Menschen sind von der Mentalität einfach irgendwie nicht... Grundsätzlich ignorant sind sie es nicht. Sie sehen zwar, dass da ihre Umwelt und speziell natürlich auch ihre Unterwasserwelt geschützt werden muss. Aber sie erhoffen sich irgendwie... Also der Großteil der Malediva bittet dann und denkt sich ja, das müssen andere für uns tun. Und wir selber können das nicht, weil wir sind dazu nicht in der Lage. Ja, und wie gesagt, gerade beim Thema Müll stößt man ganz schnell auf völlige Ignoranz. Und das ist aber, wie gesagt, ein Mentalitätsproblem. Es ist eher weniger, haben wir jetzt festgestellt im letzten Jahr ungefähr, weniger ein Problem ihres Wissens oder Wissensstandes. Kommt der Plastikmüll von den Inseln oder vom offenen Meer? Beides Ich würde auch sagen, beides Ja, kann man eigentlich kurz beantworten Der kommt tatsächlich von Ihnen selber Also es ist eher nicht so Ja, es ist eher nicht Weniger so, sagen wir mal so Es ist weniger so, dass die Leute an den Strand ihren Müll hinkippen Aber sie kippen ihn gerne ins Meer Und das kommt zurück Also so kann man es eigentlich so ist es leider oft der Fall. Also so kann man es sagen. Das ist mal grob gefasst. Erkennbar ganz einfach an Verpackungen, wo eben maledivische Schriftzeichen drauf sind. Ist dann logisch, dass es maledivischer Müll ist. Ja, gut wiedererkennbar. Das ist auf jeden Fall möglich. Das ist das Problem nicht, das zurück zu identifizieren. Ja, schnieft ihr die Nase? Mein Gott, das ist ja nicht schlimm. Wir sind Menschen, wir müssen uns auch mal die Nase schniefen. Welche Erfolge haben die Seminare bisher gebracht? Oder sie fragt, ob das alles im Sande verläuft, konkrete Projekte und Aktionen. Ja, unsere Seminare, unser Projekt generell, um es nochmal zu beschreiben, wir transferieren Wissen über Korallenvermehrung an Malediva. Das ist unsere und wir haben es zuerst in Ressorts gemacht. Da waren es mehr als natürlich nur Malediva, aber die Mehrheit war maledivischer Staff dort. Das ist unser Ziel. Und das ist nicht im Sande verlaufen. Das waren die ersten Projekte, die wir gestartet hatten. Wir sind dort auch mehrfach hingefahren, um auch zu kontrollieren, um nochmal einen neuen, sozusagen einen fortgeschrittenen Kurs zu machen. Ja, um Probleme aufzugreifen, die entstanden sind, um das Ganze weiter zu coachen. Im Kontakt zu bleiben, genau. Und diese laufen jetzt unterdessen ohne uns. Also sie sind nicht im Sande verlaufen. Aber wir wissen, dass die Projekte, die wir nicht mehr direkt steuern, wo wir keinen Eingriff mehr haben, weiter betrieben werden. Wir haben Kontakt zu Maledivern, die daran beteiligt sind. Und wir sehen natürlich durch die sozialen Medien die Fortschritte. Wir sehen, dass gerade in den Ressortinseln immer noch regelmäßig Events veranstaltet werden, wo die Gäste auch die Möglichkeit haben, Korallen zu pflanzen. Wir kriegen Unterwasserbilder und sehen, wie die Korallengärten dort gedeihen. Und ja, das funktioniert. Und so eine ist auch, sind Meeresbiologen ja von uns ausgebildet worden, die zwar Meeresbiologen sind, aber von Korallen nicht wirklich vorrangig, also nicht ausgebildet wurden in Korallenvermehrung und die selber haben sehr viel gelernt, betreiben das jetzt. Also unser Ziel ist es auch anzustoßen und das Wissen weiterzugeben und die Selbstständigkeit halt zu entwickeln, weil wir können nicht überall auf so vielen Inseln vor Ort und präsent sein. Das ist einfach nicht möglich. Genau, und es geht ja darum, die Eigeninitiative der Leute vor Ort zu wecken und zu unterstützen mit unserem Wissen. Und unsere Projekte bedeutet, wir sind immer Workshop-Reihen, die wir veranstalten, wir unterrichten, wir erklären und wir starten Projekte, um sie tatsächlich auf den Weg zu bringen. Also da auf der Insel, wo wir wo wir abreisen, existiert ein Korallenprojekt am Ende. Und wir haben den Grundstein dafür gelegt, dass das weiter betrieben werden kann. Nicht nur können, sondern was wir auch machen im Voraus, wir suchen unsere teilnehmenden Inseln ja auch so aus, dass sie bereits ein Interesse daran haben. Das heißt, wir zwingen jemanden was auf und diejenigen haben das Interesse, das zu machen. Und sie wollen praktisch uns, dass sie es endlich starten können. Das heißt, wir suchen Leute aus, die da wirklich eine Leidenschaft für haben und... Ja, die Leidenschaft haben sie meistens nicht. Es ist eher, manchmal ist es auch, gerade bei den Ressorts, ist es auch ein Marketinginteresse. Und bei den, da sind wir ja noch gar nicht. Wir sind ja gerade gesagt, wir sind gerade bei den Ressorts gewesen, wo wir sie zuerst gestartet haben. Dann haben wir mit den Ressorts aufgehört zu arbeiten, beziehungsweise wir haben auch den Fokus immer mehr auf einheimische Inseln gesetzt, auch durch unseren Inselnautenblock. Wir haben so viele einheimische Inseln besucht und haben festgestellt, dass gerade in den lokalen Communities die Wissbegierigkeit so groß ist, dass von den Erzählungen, die wir dann von unserem Ressortprojekt erzählt haben, was wir auf den Ressorts geleistet haben, dass sie gesagt haben, sowas wollen wir auch. Und das haben wir gemerkt und haben uns dann dahingehend mit lokalen Inseln befasst und haben tatsächlich die Möglichkeit geschaffen, dass wir uns mit unseren Projekten in Zukunft auf einheimischen Inseln konzentrieren können und merken dadurch eigentlich noch eine viel bessere Resonanz. Wir haben erst Windressorts angefangen, haben uns jetzt auf einheimischen Inseln konzentriert und haben jetzt auf drei einheimischen Inseln solche Projekte gestartet. Auf einer Insel, wo es bereits Projekte, wo es bereits ein Projekt gab, die wir schon, die wir gecoacht haben, die wir nochmal unterstützt haben, waren wir und haben, das war auf Maafushi, da gibt es ein wunderschön angelegtes Korallenprojekt, initiiert von einer Norwegerin, die leider letztes Jahr verstorben ist, aber die ein super Zeichen gesetzt hat mit der Initierung dieses Projekts und die Jungs, die dort im Tauchcenter arbeiten, das ist EcoDive Maafushi, By the way, wer da mal Urlaub macht, der geht auch dort tauchen bitte. Die Jungs haben ein Umweltbewusstsein. Und dort haben wir den ersten Workshop auch noch mit. Wir haben da noch lokale Tourguides ausgebildet von Secret Paradise, die auch, by the way, super Touren durch die Malediven, durch Male anbieten. Local Island Tours. Ja, genau. Okay, weiter. Wo habt ihr mehr Resonanz für den Riffschutz erlebt? In den Ressorts oder auf den einheimischen Inseln. Das ist auch unterschiedlich. Das kann man so pauschal nicht beantworten, indem man sagt, mehr Resonanz. Resonanz gibt es überall. Die Resonanz ist nur unterschiedlich. Und die Intention, das zu starten, ist an einer Ressortinsel immer ein bisschen anders als auf lokalen Inseln. Wir hatten auch eine Ressortinsel, die zumindest das Projekt immer noch mit Leidenschaft betreibt. Also habe ich zumindest das Gefühl, dass das die ganze Insel so betreibt. Oder zumindest viele davon. Und von daher, finde ich, kann man das nicht so pauschal sagen. Das kann man nicht beantworten, finde ich. Ja, Leidenschaft wird entwickelt während unserer Workshops. Und die gerade von den Malediven überspringt in Funken. Und das kann auf dem Ressortinsel genauso sein wie auf einer einheimischen Insel. Ich habe aber damit gemeint, dass die Intention eine andere ist, sowas ins Leben zu rufen, weil tatsächlich das Interesse eines Ressorts oder eines Tauchschulbetreibers oder Wassersportunternehmens, die dahinter stecken, natürlich auch zeigen wollen, dass sie als Unternehmen etwas für die Umwelt tun. Und das haben wir halt festgestellt, dass das auch ein Auslöser war, mit uns arbeiten zu wollen. Was auf Local Islands, die per se tatsächlich ja mit ihren Riffen verbunden sind und ihre als Community so leben, gemeinsam mit ihrem Riff, sagen, ja, was ist mit unserem Riff los? Oder was wollen wir mit uns? Wir wollen auf unser Riff aufpassen. Wir wollen auch was dafür tun, dass es erhalten bleibt. Natürlich auch in einem kommerziellen Interesse für Touristen, aber wir haben auch Communities kennengelernt, die es nicht nur aus reinem Kommerz, sondern weil sie wissen, dass sie dort ihre Lieblingsnahrung herkriegen, kriegen, ob es Rakani-Muscheln sind, die halt nur in einem gesunden Riff unterwegs sind. Und da, finde ich, ist es dann schon ein Unterschied, ob es angeregt ist aus der Community heraus, also aus der, so wie man früher Insel und Riff gelebt, oder ob dort ein Hotel gebaut wurde, was auch schon alleine der Bau ja immer ein massiver Eingriff in das ganze Ökosystem bedeutet, in die Riffstruktur auch bedeutet, wenn Wasserbunker losgebaut werden, ist es ein riesiger Eingriff und von daher hat auch das Ressort eine ganz andere Verantwortung, sich darum zu kümmern und eigentlich hat jedes Ressort die verdammte Verantwortung, sich um seinen Riff zu kümmern und noch viel mehr darum zu kümmern, weil die auch ganz andere Gelder zur Verfügung haben, als dass zum Beispiel eine Local Community hat, die noch nicht mal die Möglichkeit hat, so einen Workshop zu bezahlen. Wir kommen dorthin, wir bieten unsere Workshops für frei. Sie sind kostenlos, die Workshops, die wir anbieten. Das Einzige, was sie tun können, ist uns unterbringen, uns eventuell verpflegen, also das leisten, was sie aus ihren Ressourcen geben können. Aber ein Ressort hat die Möglichkeit, die müssen eigentlich riesige Projekte starten können, weil die Gelder, die auf den Malediven verdient werden, sind so exorbitant. Und wenn da nur ein Bruchteil in Korallenprojekte von den Ressorts investiert werden würde, was hätten wir für tolle Riffschutzprojekte, für tolle Coral Propagation Projects auf den Malediven? Leider ist das Interesse der Ressorts, mancher Ressorts, teilweise sogar tatsächlich null. Es gibt tatsächlich immer noch Inseln, die haben noch nicht mal Marinebiologen, die sich darum kümmern. Es werden zwar jetzt auf jeden neuen Inseln Marinebiologen eingestellt. Ja, ich wollte gerade sagen, der Trend ist schon da. Es ist nur ein Trend. Das hört sich schrecklich an. Es ist ein Trend. Es ist wirklich eine Pflicht, dass Meeresbiologen auf jede Insel gehören, weil jedes Riff muss. Für mich müssten es keine Meeresbiologen sein, aber es müssten Leute sein, die Interesse an Riffprojekten haben. Es muss ja nicht immer ein... Es sollten Meeresbiologen sein. Warum denn nicht Meeresbiologen? Die Leute sind dafür ausgebildet und die Leute haben das Grundwissen und die haben nicht umsonst studiert. Und die haben natürlich, es ist auch oft, wer stellt denn irgendjemand einen, der Interesse hat? Es gibt ein Jobangebot, wer hat Interesse, unser Riff zu beschützen? Kein Mensch würde den einstellen, also nicht in einem Ressort. So funktioniert unsere Businesswelt leider nicht. Es müssen noch immer jemand, es müssen noch irgendwelche Abschlüsse da sein und irgendjemand, der... Das kriegen wir ja jetzt auf Local Islands hin, weil auf Rasto zum Beispiel, wo wir ein Projekt gestartet haben, wird es in Zukunft einen Meeresbiologen geben, der das Projekt vor Ort betreuen wird und ob das jetzt zum Beispiel ein Meeresbiologe ist oder ob das vielleicht wirklich nur ein Naturenthusiast ist, der auch ein spezielles Vorwissen mitbringt, was wir uns schon wünschen, weil wir den jetzt im Moment nicht ausbilden können und der die Erfahrung vor Ort auch nicht so schnell sammeln kann. Da haben wir die Möglichkeit immer viel eher. Also die Strukturen da sind einfacher und es ist viel einfacher umzusetzen als zum Beispiel in einem Ressort. So, nächste Frage. Künstliche Riffe sind eine aufwendige Angelegenheit. Lohnt sich der Einsatz, ein paar kleine Korallen in den Fels zu hauen angesichts des riesigen Gebiets? Schließlich werden ja auch die Abstände zwischen den Linien immer kürzer. Also, erstmal, wir bauen keine künstlichen Riffe, das tun wir nicht. Das ist nicht unser Anspruch und das kann man auch nicht, künstliche Riffe bauen in der Größenordnung. Also das ist nicht so einfach leistbar. Es gibt zwar immer wieder Anstrengungen, dass man versucht, Riffstrukturen nachzubauen, aber das im großen Stil zu tun, ist sehr, sehr schwer. Ja, allerdings finde ich auf dem Malediven meistens die Riffstruktur noch nicht zerstört. Das Riff existiert ja noch. Also die Formation, die das... Meistens ist das so, ja. Und das sind eher, dass halt die Korallen abgestorben sind. Das heißt, es ist praktisch nur Stein. Und dann muss man halt auf neue... Das ist auch kein Fels, sondern das sind Korallensteine. Das ist letztlich Limestone, das sind Korallensteine. Also das ist Kalkstein, die alle mal was mit Korallen zu tun hatten. Mal auslebendig, genau, mal alle lebendig gewesen sind. Genau. Und natürlich kann das eher schwierig durch so ein Projekt wieder zum Leben erweckt werden. Wir brauchen Mutter Natur, die dafür sorgt, dass die Korallen sich natürlich vermehren und sozusagen kleine Babykorallen produzieren, die sich ansiedeln und das wieder besiedeln. Weil ein wirklich kaputtes Riff ist schwerlich künstlich wieder aufzubauen. Und noch dazu, dass diese Art der Vermehrung, die wir betreiben, ja keine sexuelle Vermehrung ist, sondern eben nur ein Abbrechen von oder beziehungsweise Benutzen von abgebrochenen Teilen. Und das heißt, wir haben im Grunde genommen einen Klon von einer Spenderkoralle sozusagen. Und das wollen wir natürlich, also das will die Natur natürlich so nicht. Das heißt, wir können das nicht ins Unendliche betreiben. Das macht keinen Sinn. Deswegen ist das nur ein Helfen und ein wiederum Verstehen für die Leute vor Ort. Das Verstehen des Ökosystems ist da, glaube ich, das Wichtigste bei dem Workshop und bei diesem Projekt. Und ein Helfen wiederum, dass natürlich je mehr irgendwo verteilt Korallen sind, desto eher kann eine sexuelle Reproduktion stattfinden. Also ist das so ein Zusammenspiel. Es geht eigentlich eher nicht darum, ein komplettes Riff mit dieser Methode wieder aufzufressen. Das ist nicht unser Anspruch. Das kann man. Man kann das. Mit sehr viel Aufwand kann man das. Und das kann man tatsächlich. Und warum sollte man das nicht auch betreiben können, wenn man die Möglichkeit dazu hat? Wir haben schlicht und ergreifend diese Mittel dazu gar nicht. Wir haben lediglich die Mittel, Workshops zu initiieren, um alle Diva auszubilden. Und wenn die selber sagen, wir wollen unser Riff aufforsten und wir legen riesige Gärten an und züchten Korallen im großen Stil und verpflanzen die dann in unser Riff und versuchen, dass das funktioniert. Ja, das können sie tun. Das ist ein Ansatz. Es gibt auf Ressortinseln Versuche, das zu starten im großen Stil. Aber ihr wisst, es ist alles unter Wasser, das ist alles sehr, sehr schwierig, es ist alles sehr, sehr kostenintensiv. Und ja, sowas braucht die Welt. Und Zeit braucht es. Das braucht die Zeit. Und Yami hat jetzt gerade gesagt, wir machen keine sexuelle Reproduktion. Vielleicht kannst du ja mal noch erklären, wir machen non-sexual reproduction, also nicht-sexuelle Reproduktion. Asexual, ja. Genau, asexuelle Reproduktion. Vielleicht kannst du ja mal kurz erklären, es gibt natürlich auch die Möglichkeit, den sexuellen Prozess der Korallenvermehrung dazu zu nutzen, um Riffe wieder aufzuforsten. Man kann jetzt nicht eine Koralle anpicken und sagen, komm jetzt mach jetzt mal Babys, also Samenspender und dann wir nehmen eine Koralle, Samenspenden und dann kommt die andere und dann machen die das und dann wird das alles verrannt. Funktioniert so nicht, sondern wir sind auf Mutter Natur angewiesen. Wie funktioniert das? Wie geht das? Korallen, die laichen sozusagen, das heißt, sie geben Eier und Spermien ab und das in manchen Riffen nur einmal im Jahr, maximal zweimal im Jahr und das hängt dann alles an einem bestimmten Tag, an einer bestimmten Nacht und in einem Tag. Es ist nicht so, das hört sich immer so an, finde ich, als wenn das überall auf der Welt am selben Tag stattfinden würde mit jeder Koralle, so ist es nicht. Es ist so, dass unterschiedliche Korallenarten auch in unterschiedlichen Regionen die Korallen wiederum zu unterschiedlichen Zeiten laichen. Aber auf den Malediven zum Beispiel, weil das ist ein relativ kleines Land, wird eine Korallenart auf den ganzen Malediven zur selben Zeit die Leiche haben. Und so ist das aber leider nicht genug erforscht. Es gibt aber Regionen, wo bestimmte Korallenarten relativ gut erforscht sind und wo Leute tatsächlich die sexuelle Reproduktion nutzen, die Spermien und Eizellen einfangen und an Land für die Befruchtung sorgen. Genau, und dadurch, dass sie schon und dann dort schon dafür sorgen, dass kleine Mini-Baby-Korallen sich irgendwo festsetzen können. Wenn kleine Korallenpolypen entstehen, die lässt man auf kleinen Strukturen, lässt man sich ansiedeln auf kleinen Strukturen. Und zwar sind das kleine Polygone, die von... Unterschiedliche Formen habe ich schon festgestellt. Es gibt ganz unterschiedliche Sachen. Es gibt eine Firma, die nennt sich C-Core, die hat sich darauf spezialisiert, auf die sexuelle Produktion. Genau, und die machen das vorwiegend mit einer speziellen Korallenart in der Karibik. Und da geht es einfach nur dann darum, dass dadurch, dass sie das an Land tun, in Tanks, gibt es halt keine Fische oder andere Wesen, die diese Korallenpolypen vorher essen könnten, sondern sie haben eine größere Überlebenschance. Und das ist eigentlich schon die einzige Sache, die man tun kann, wenn man denn das, und auch aber Forschung vorher. Ja, das ist ja bei denen passiert. Die tun das ja. Sie tun es und die werden das auch woanders tun können. Das ist möglich, auch wenn diese Firma bedeutend größere Mittel zur Verfügung hätte. Und wir würden auf dem Malediven mit denen eine Station errichten. Und wir könnten auf dem Malediven sexuelle Reproduktion hinbekommen. Und wir könnten kleine Korallenpolypen in großem Stil produzieren, die wir dann ganz einfach, so tun die das, die können das übers Riff werfen, diese kleinen, mini, kleinen Polygonstückchen, so wie kleine, ich sage jetzt mal, Lego-Bausteinchen. Die sind schon größer, sie sind ungefähr handgroß, nicht ganz. Werden abgeworfen, verkanten sich im Riff und die Koralle hat die Möglichkeit, von dort aus zu wachsen. Und da sind wir wieder bei dem Punkt, solange die Riffe nicht unter Stress stehen, solange die Bedingungen dafür geschaffen werden und das schaffen die Malediver, Das müssen die Malediver schaffen. Wenn die nämlich nebenan eine Insel gerade aufschütten und extreme Sedimentation im Wasser da ist, die für zu wenig Licht sorgt, die sich auf die Korallen legen kann, weil sie sie ersticken, kann man sagen, nur als ein Beispiel, dann sind die Rahmenbedingungen dafür nicht gegeben, weil die Herrschaften das einfach nicht wissen oder es einfach ignorieren, dass sie damit ihre Riffe schädigen. Schädigen. Wenn selbst schon Plastiktüten im großen Stil durchs Meer gehen und sich auf eine Koralle verhängen, diese Koralle wird früher oder später sterben, weil die Koralle, die sie nicht mehr existieren kann, weil sie letztlich, ich sage jetzt mal das Wort, erstickt. Diese Plastiktüte nimmt ihre Lebensgrundlage. Auch im Sinne von allem möglichen Licht, alles was sie braucht. Also das ist die Aufgabe der Malediver, ihre Rahmenbedingungen gesund zu halten, dass man solche, dass die Natur zum einen die Möglichkeit hat, zu reproduzieren und dass man mit solchen Aktionen, wie mit unseren Riff, mit unseren Versuchen, Riffe wieder aufzuforsten, die Rahmenbedingungen so sind, dass die Riffe jederzeit weiter wachsen können. Und natürlich sind El Niños für die Malediven nicht abstellbar, dass man sagt, wir machen jetzt eine große Barrikade, dass das warme Wasser da nicht hinkommt oder da werden jetzt große Pumpen installiert, damit das Meerwasser von unten nach oben zirkulieren kann. Das ist natürlich nicht möglich, aber auch wenn der El Nino nun mal leicht ausfällt, das gibt auch, El Nino ist in abgeschwächter Form, wo die Meereserwärmung nicht so stark abläuft, temporär und die Korallen sind bereits gestresst, dann stirbt eine Koralle sehr viel eher. Wieso gibt es da mal ein gutes Beispiel mit dem menschlichen Körper zum Beispiel, wie jemand, der schon krank ist? Ja genau, also ich sage das immer gerne so, dass jemand, der gerade jetzt zum Beispiel, wenn man immer sagt, so alte Menschen, die dann auf einmal an einer Krankheit sterben, wenn die vorher schon, was weiß ich, erkältet waren oder sowas, nur relativ leicht und dann kommt irgendeine schwerere Erkältung dazu, ist man viel, weil das Immunsystem viel geschwächter ist, läuft man viel eher Gefahr daran zu sterben, als wenn man ein gesunder Mensch ist, der in seiner Kraft ist. Deswegen sind unsere Projekte dazu ausgelegt, unter anderem, dass die Malediven erkennen, dass ihre Riffe, ihre Umwelt gesund gehalten wird. Denn nur dann können sie auch solchen Naturphänomenen besser widerstehen. Aber im Moment tut man eigentlich alles dafür, die Riffe so stark schon vorher zu schädigen, dass so ein Eninio eigentlich leichtes Spiel hat, darüber zu rollen und dann alles mehr oder weniger tot zu machen. Natürlich sind wir dann auch wiederum davon abhängig, dass es in anderen Ländern ebenfalls Sensibilität geschaffen wird dafür, denn es kommen auch durch Meeresströmungen, Polypen durch die sexuelle Reproduktion zu den Malediven, die wir dringend dort, die wir wiederum dringend auf den Malediven brauchen. Also das ist dadurch, dass die Meere ja nun mal alle miteinander verknüpft sind, ist es nicht zwingend jede Koralle auch geboren auf den Malediven, sondern teilweise kommt sie von viel weiter weg. Genau. Ja, ich glaube, das hat die Frage ausreichend beantwortet, also sehr ausreichend. Ich wollte den Eninios noch, dass die immer kürzer werden, also die Die Abstände dazwischen, ja, da tragen wir halt deutlich zu bei, indem wir immer mehr CO2 ausstoßen und dadurch die Erderwärmung immer schneller vonstatten geht. Und das ist... Und das selbst, der dieses Jahr wieder Gefahr hat. Wir haben gerade das Warn, die Warningstufe ist ausgerufen worden. Und ja, wir können nur hoffen, dass es das Land nicht zu schwer trifft. Oder überhaupt gar nicht oder glimpflich abgeht. Wie könnte man Einheimische und Touristen noch stärker für den Riffschutz sensibilisieren? Ja, das ist eine große Frage. Also Einheimische zum einen natürlich stärker als in unseren Workshops können wir das ja nicht. Also so intensiv, wie wir das während unserer Workshops machen. Ansonsten, wie kann man Einheimische sensibilisieren? Tja, es ist schwierig. Also ich glaube, das Thema ist größer als nur der Riffschutz. Der Riffschutz ist halt eins und Umweltschutz im Allgemeinen oder diesen wirklich, die Frage ist halt eher, wie kann ich die Malediven als Bevölkerung wirklich nicht nur das Wissen darüber geben, dass die Umwelt geschützt werden soll, sondern tatsächlich diese Saat in ihnen einpflanzen, dass sie es dann auch tun also dass sie auch danach handeln und da bin ich ehrlich überfragt wir sehen auch natürlich die junge Generation immer als diejenigen die so toll gebildet sind und in Asien wird ja sowieso so viel Wert auf Education gelegt und wir arbeiten selber daran zusammen mit einer Umweltorganisation in Education in Marien Learning Center also wir würden es gerne Marine Education Center nennen, zu etablieren, ganz in der Nähe von Male auf Villingili. Wenn wir dazu Fundings bekommen, hoffentlich sogar von der EU oder aus anderen großen Töpfen, dann wären wir in der Lage, ein Überwasser den Kindern oder der jungen Generation besonders, und natürlich auch den Erwachsenen, den Eltern, zu erklären, wie funktioniert ein Korallenriff, wie sieht so ein Riff aus. Gerade dort ist das Problem, dass viele Leute nicht die Möglichkeit haben, Kopf unter Wasser zu stecken in der großen überfüllten Stadt Male. Es gibt tatsächlich genügend Malediwa-Leute. Ihr glaubt es nicht, das Land besteht zu 99 Prozent aus Wasser. Und es gibt Malediwa und nicht wenige davon, die können nicht schwimmen. Die haben Angst, auf Boote zu gehen. Die haben Angst, zu reisen, weil sie Angst haben, zu ertrinken, weil sie nicht schwimmen können. Und es gibt immer noch genügend Kinder aus solchen Familien, die auch nicht schwimmen können. Es gibt immer einen großen Ansporn im Moment. Es gibt ganz viel Schwimmunterricht und das geht in der jungen Generation. Die Regierung ist da auch hinter, dass die Kinder schwimmen lernen. Die gehen schwimmen und wenn die Fischen gehen, dann sehen die ihr Riff nicht wirklich, sondern sind auf dem Boot, werfen die Angeln ins Wasser und fischen, aber sehen das Riff nicht wirklich. Und selbst wenn sie ins Wasser springen, ich habe immer das Gefühl, der Fokus liegt halt dann aufs Fische fangen. Immer nur Fisch, Fisch, Fisch. Der Fokus liegt nicht auf dem Riff. Und wie gesagt, das Thema Umweltbewusstsein, beziehungsweise wirklich sich darum kümmern, einen Gedanken daran zu verschwenden, an das Riff oder an das Umwelt in generell, das ist eher das Problem. Weil wie gesagt, ich bin der Meinung, sie haben das Wissen, es muss nur umgesetzt werden. Das heißt, die Mentalität muss sich eigentlich ändern. Und das ist schwierig. Es gibt aber Leute, es gibt genügend Malediva unterdessen, die leidenschaftlich für die Umwelt eintreten, die sich da stark machen. Also es ist nicht so, dass die Malediven Hopfen und Malz verloren ist. Die gilt es zu mehren und die gilt es zum Beispiel von unserer Seite zu unterstützen, weil sie schätzen auch sehr die Hilfe. Und vielleicht auch mal ganz kurz nochmal die Frage, warum können wir jemanden unterstützen? Warum können das Deutsche Meeresmuseum Malediva unterstützen? Wir haben in Deutschland doch gar keine Riffe. Es gibt aber eine riesige Community von Aquaristen, Meeresaquarianern, die seit, ich glaube, seit den 50er Jahren, glaube ich, angefangen haben, Korallen zu vermehren in ihren Aquarien. Und dadurch eine... Die sind halt auf jeden Fall mit einer langjährigen Erfahrung Richtung Korallenvermehrung unterwegs. Und haben ein Wissen, was sie weitergeben können, weil so spezialisiert, wie zum Beispiel auch unser Mirko, unser Korallenprofi aus dem Meeresmuseum, welches Wissen dieser Mann hat in Bezug auf Korallen, das ist der Hammer, so einen Malediver findet man nicht oder sehr, sehr schwerlich. Und wir wissen, dass es ganz viele Meeresaquarianer gibt, die wissen, wie man Steinkorallen vermehrt, Die wissen, wie man selbst Weichkorallen, Softkorallen vermehren kann. Die wissen, wie man mit diesem Environment ganz speziell umgeht. Und dieses Wissen geben wir weiter. Und was eine Koralle braucht, das ist immer alles wichtig. Einfach dieses Grundwissen weiterzugeben. Und die Liebe von uns, diese spezielle Liebe, die wir als Ausländer zu diesem Land mitbringen, weil wir diese Perle Malediven so lieben lernen. Und weil wir wissen, dass das etwas ganz Besonderes ist. Das Problem immer, wenn man in einem Land wohnt, das ist auch unser Problem in Deutschland ganz oft, wertzuschätzen, was man an Natur hat, ist ganz schwierig für viele Leute. Ich habe das zum Glück gelernt in meiner Kindheit, unsere Natur wertzuschätzen, aber wie viele Leute tun das nicht. Und genau das Gleiche, was für uns völlig unverständlich ist, weil die Malediven ja so super paradiesisch und toll sind, ist das aber für sie genau das Gleiche. Die Malediver sehen ihr Land in einer ganz anderen Art und Weise. Das ist eine Selbstverständlichkeit, wie sie denken. Das ging doch immer alles okay. Und warum sollen wir jetzt mal was machen? Wir machen doch eigentlich nicht so viel anders, als wir vorher gemacht haben. Nur, dass wir halt tonnenweise mehr Fisch fangen. Nur, dass wir jetzt unsere Riffe massiv abbaggern. Und dass unser Müll jetzt nicht mehr nur aus organischen Abfällen, sondern halt auch aus Plaste besteht. Genau, nicht nur Fischgräten, sondern wir haben jetzt tatsächlich auch noch ganz viel Verpackungsmaterial. Material darum, für das alles, was wir da verwenden und wir bauen unsere Spielplätze auf dem Malediven aus Plastik und wir verwenden auch gar kein Holz, sondern sind einfach da ein bisschen dumm im Kopf und haben dafür keine Sensibilisierung. Also von außen wäre eine, mehr Impact von außen zulassen und mehr Impact von außen Und letztlich sind es auch wir, die den Verpackungsmüll dort hingebracht haben. Wo wir bei den Touristen wären jetzt, genau. Das heißt, wir als Touristen haben vorher, also sie hat doch gefragt, was können wir? Ja, aber gut, das wird wir als Touristen natürlich nicht selber gewesen. Wir sind nicht dorthin gegangen und haben ihnen die Verpackung gebracht, aber als Ausländer halt, ja. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass wir als Touristen, die Frage war, was können wir als Touristen dafür tun? Okay, aber das hatte ich so jetzt nicht gesagt, sondern mein Ansatz war jetzt einfach nur, dass... Ich will aber die Frage beantworten. Okay, dass wir aber als ausländische Länder also sie mit den Lebensmitteln, die in Verpackungen eingepackt sind, überschwemmt haben. Das wollte ich ja nur sagen. Das tun wir ja überall auf der Welt. Das tun die Industrienationen ja überall. Genau, so ist es. Und jetzt geht es um die Touristen. Wie können wir die Touristen sensibilisieren, zum Riffschutz sensibilisieren? Speziell. Indem sie vorher wissen, wo sie hinfahren, indem sie vorher wissen, welchen Abdruck. Alleine verbrennen wir ja alle schon Tonnen, nicht Tonnen, aber doch schon Flugzeug verbrennt doch Tonnen CO2 oder es produziert extrem viel CO2, wenn wir schon alleine auf die Malediven fliegen. Dessen sollten wir uns auf jeden Fall bewusst sein, dass wir das tun. Wir sollten uns bewusst sein, dass jede Zahnpastatube, die wir auf den Malediven in den Müll werfen, schwierigst, wenn überhaupt, gar nicht ordentlich entsorgt werden kann. Das heißt, alles, was wir an Verpackungen, wir müssen nicht ein großes, ein großer Fingerzeig auf alle, die ihre großherzigerweise ihre verbrauchten, nicht zu Ende gebrachten Haarshampoos, ihre Sonnenschutzmittel, ihre, was auch immer an Kosmetika, auf den Malediven großherzig lassen, weil die tauchen schon ja so dringend, weil sie kein Geld haben, um sich ihre Kosmetika selber zu kaufen. Weil es das alles auf den Malediven ja auch nicht gibt. Genau, das gab es vor 20 Jahren nicht. Wir waren da glücklich, das eine oder andere zu bekommen, weil wir es halt einfach nicht so, weil wir es so einfach nicht geschaffen konnten. Mittlerweile, bitte bitte, bitte nehmt euren Scheißdreck wieder mit nach Hause. Und so Fluggesellschaften auch ein herzliches Dankeschön an die Edelweiß, die das immer noch seit Jahren erfolgreich weiter betreibt, dass jeder Fluggast einen Müllbeutel bekommt, den mit seinen Produkten, die er während des Urlaubs an Müll produziert hat. Wir haben letztens ein Pärchen gesehen, die haben selbst ihre Plastikflaschen klein gedrückt und haben sie mit dort reingetragen. Und haben sie mit, die Edelweiß nimmt die dann am Check-In-Schalter entgegen, die Edelweiß nimmt die mit nach Hause, zurück nach Europa. Wir wissen, wir sollten wissen, wie das entsorgt wird. Es gab ganz, ganz früher mal die LTU, die das ähnlich gemacht hat. Das ist leider am Sand verlaufen. Kennt ihr noch irgendwelche anderen? Könnt ihr uns gerne mal schreiben. Würde mich interessieren, ob es noch jemand anders gibt. Vielleicht irgendwo anders auf der Welt. Wenn wir am Flughafen sowas in die Hand gedrückt bekommen und dann denken wir darüber nach oder vielleicht schon bei der Flugbuchung denken wir darüber nach, dass wir dort einen riesen Impact haben, einen riesen Einfluss auf das Land haben und dass wir die Verantwortung haben, die Malediver zu unterstützen, indem wir als doch gebildete Menschen aus einer Industrienation, Deutschland, Europa, Österreich oder der Schweiz, sich Gedanken machen und das Land nicht noch zusätzlich. Zum Glück ist es auf den Ressortinseln zumindest so, dass immer mehr selber Wasser abfüllen und die Leute weniger mit Plastiflaschen versorgen. Aber auf den einheimischen Inseln ist das leider noch nicht so möglich und wir müssen Wasser aus Plastiflaschen trinken. Und eben das damit, also das ist eine tolle Art, dass man das eben zumindest bei manchen Fluggesellschaften tatsächlich mitnehmen kann in ein Land, wo das ordentlich behandelt wird oder ordentlich zumindest behandelt wird oder und wie gesagt, alles an Müll, Zahnbürsten, alles, wir nehmen alles unterdessen selber wieder mit und was noch ganz wichtig ist zum Thema Riffschutz im Speziellen ist, dass wir, dass die Leute sich bewusst sind, dass das alles, was dort unten in Stein ist oder Ähnlichem, dass das Lebewesen sind. Wir haben auf Lebewesen nicht rumzutrampeln. Es ist so oft, dass man sieht, wie die Leute auf den Riffen stehen, unwissend, auf was sie stehen. Ja, wie oft sind wir beim Schnorcheln unterwegs und sagen, da sehen Leute mit ihren vor allem auf den Korallenschuhen, weil man kann ja auf dem Malediven nicht barfuß laufen. Nein, wer Korallenschuhe anhat oder wer Schuhe anhat und mit Schuhen ins Wasser geht, der hat schon mal gar kein Gefühl. Der weiß überhaupt gar nicht, wo er überhaupt drauf läuft. Ja, und auch die Hemmschwelle ist... Wofür habt ihr denn Angst? Das liegen auf dem Malediven nicht an. Jede fünf Meter irgendwelche giftigen Steinfische, die euch lebensgefährlich verletzen können. Oder auch keine giftigen Sehigel überall. Genau, die gibt es ganz einfach nicht. Wir verstehen natürlich, dass die Leute auch davor Angst haben. Aber versetzt euch doch mal in die Lage, ihr würdet dies nicht tragen, dann habt ihr eine ganz andere Sensibilität. Das heißt, ihr guckt einfach hin, wo ihr hinlauft. Und das ist einfach das Bestießte. Geht doch einfach mal ab und zu ohne Schuhe ins Wasser und schwimmt. Warum müssen wir durchs Wasser laufen? Wenn wir ins Wasser gehen, wir schwimmen übrigens. Wir laufen durchs Wasser. Und schnorcheln macht man in der Regel mit Flossen. Und da hat man gar keine Schuhe. Also Schuhe, Leute, das ist ein absolutes No-Go. Ihr könnt uns gerne bombardieren in den Kommentaren dazu. Und könnt uns sagen, wir sind ja völlig falsch und liegen und wir haben am Strand, sind ja alle so spitz und wir schneiden uns ja die Füße auf. Ich bin seit 22 Jahren auf dem Malediven barfuß unterwegs. Ich habe mir noch nicht einmal irgendeine schlimme Verletzung zugezogen. Und ich finde es immer wieder schrecklich, wie Leute mit Socken und Turnschuhen auf Malediveninseln unterwegs sind. Wie grauselig ist das nur allein schon für eure Fußhygiene. Ihr wisst ja nicht, wie gesund ihr unterwegs sein könnt, wenn ihr barfuß unterwegs seid. Und das Ganze auch im Wasser. Und wir können auch anregen, auch auf Kirstens Frage, was können einheimische Inseln auch dafür tun? Sie können Touristen auch vor Ort darauf hinweisen, durch Awareness-Tafeln, also durch Tafeln, die darauf hinweisen, dass man keine Fische füttert zum Beispiel auch, dass man nicht auf Korallenriffen steht, Dass man vorsichtig ist, dass man nichts aus dem Meer mitnimmt, keine Muscheln, dass man keine Korallenstücken sammelt. Alles, was ins Meer, was man im Meer findet, gehört ins Meer und bleibt auch dort. Genau, dann ist noch ein ganz wichtiges Thema bei den vielen Touristen, die wir auf den Inseln haben, das Thema Sonnencreme. Wir haben dem ja auch einen Artikel bei uns gewidmet und es gibt unterdessen rifffreundliche, also korallenfreundliche Sonnencremes. Bitte Leute, es ist immer noch viel zu unbekannt. Leute an, die wir sehen. Wir sehen so viele Menschen, die sich, klar, ihr wollt euch schützen vor der Sonne, vor dem, vor der, doch teilweise schützt euch nicht so viel. Es gibt einen hohen Anteil an gesunder Sonnenstrahlung, die wir zulassen, die uns, die lebenswichtig sind für uns. Die wir aber damit auch wieder aus, also mit der Sonnenstimme aussperren. Ja, sogar massiv aussperren. Die Vitamin, welches Vitamin ist so drin? Genau, Vitamin D. Vitamin D ist krebsheilend, vorbeugend. Für Krebs. Denkt daran zum Beispiel. Genau, natürlich verstehen wir, dass ihr euch schützen wollt und müsst, aber wie gesagt, es gibt unterdessen eine Vielzahl wirklich an korallenfreundlicher Sonnencreme. Zum Glück hat sich da ganz, ganz viel getan und es wäre wunderschön. Es gibt Hawaii. Hawaii hat die Einfuhr und hat den Gebrauch von riffschädlicher Sonnenschutzmittel verboten. Gibt es nicht mehr. Da gab es ein Riesentheater. Aber wozu? Es ist alles verfügbar. Gibt es ein Riesentheater? Ja, es gab ein Riesentheater. Aber es wurde trotzdem gemacht und die Leute sind nicht dran gestorben, sondern es gibt unterdessen eine Vielzahl von Firmen, die sich dessen angenommen haben und choralfreundliche Sonnencreme entwickelt haben. Dann eher sogar das, was in Hawaii passiert ist und wo ja sehr viele Amerikaner vor allem Urlaub machen. Die Industrie hat sich darauf eingestellt. Das heißt, der Markt hat wesentlich mehr Sonnenschutzmittel verfügbar. Vor dem Kauf und schaut euch gerne auch ein paar YouTube-Videos an, welche Sonnencreme zum Beispiel auch sehr gut sich gut verteilen lässt. Es gibt so ein paar herkömmliche Cremes, gerade die ersten, die waren doch ein bisschen schwergängig auf der Haut. Also informiert euch darüber. Wir haben den Artikel und wir müssen in dem Artikel auch nochmal schauen, dass wir euch vielleicht das ein oder andere verlinken. Es hat sich ganz viel getan in der Zeit. Es hat sich was getan. Allerdings muss man sagen, ich empfehle jedem, der jetzt zum Beispiel sich nicht sicher ist, seine Sonnencreme mit CoCheck.de zu checken, weil die sagen euch ganz genau, ist da irgendwas Giftiges drin. Und wenn ist der Ring grün, ihr werdet das sehen, da ist ein Ring, da ist alles gut. Und dann könnt ihr die auch bedenkenlos verwenden. Wisst ihr eigentlich, welche Chemie ihr da noch zusätzlich auf eure Haut einbringt? Wenn ihr das alles wüsstet, womit ihr euch da eincremt, lest unseren Artikel, ihr verwendet keine Sonnencreme mehr. Glaubt uns. Wir tun es nicht. Wir verwenden schon lange keine Sonnencreme mehr. Und das nicht nur, um die Korallenriffe zu schützen, sondern um uns selber zu schützen. Also wie gesagt, es gibt Möglichkeiten, wie gerade die einheimischen Inseln auch ihre Leute sensibilisieren können, ihre Touristen. Und das haben wir übrigens in unserem Workshop inkludiert. Wir haben ihnen gesagt, wie sie das tun können und ihnen mitgeteilt und ihnen auch dahingehend Hilfestellung gegeben. Für alle, die das interessiert von euch. Es gibt eine Initiative, die nennt sich Greenfins. Da kriegt ihr ganz viele. Da kann man sich kostenlos registrieren. Dort gibt es sehr viel Infomaterial, auch so aufbereitet, dass man das ganz einfach ausdrucken kann und dann als Infoboard aushängen kann. Tauchschulen, die sich diesen Code unterwerfen oder beziehungsweise die den annehmen, tauchen sensibler, sind sich bewusster, was dort passiert. Es geht einfach um umweltbewusstes Tauchen, um umweltgerechtes Tauchen. Könnt ihr ja mal schauen. Wir geben euch dann auch den Link zu Greenfins mal weiter. Genau. Sehr interessant. Gut. Kirsten fragt, was wir von Strafen halten für uneinsichtige Tories, die auf Korallen treten. Die gehören aller Schossen. Du bist echt böse. Nein. Wir würden natürlich schon was von Strafen halten, aber was bringt denn das? Ich bin der Meinung, die Leute tun das nicht, um den Korallen zu schädigen. Sie tun das aus Unwissenheit. Genau, sie tun es aus Unwissenheit. Also ist es eigentlich nicht damit getan, ihnen Strafen aufzudrücken, sondern ich finde, es ist eher damit getan, ihnen einen Infoabend zukommen zu lassen und sie darüber aufzuklären, was sie dort tun oder was eben nicht getan werden sollte. Und es gibt auch wunderschöne kleine Videos und alles. Das gehört zu euch. Erstmal ist es eure Pflicht, jeder, der in so einem Land Urlaub macht und jeder, der mit Korallenriffen in Verbindung kommt, es ist eure Pflicht, euch darüber zu informieren, was es für Besonderheiten in diesem Land gibt. Das wäre zum Beispiel ein Korallenriff. Welche besondere Beachtung hat so ein Korallenriff zu erfahren von euch? Was muss man darüber wissen? Und wenn ihr euch darüber schlau macht, dann werdet ihr von alleine lesen, werdet ihr darüber stolpern, wie sensibel, fragil dieses Ökosystem zu behandeln ist und ihr werdet euch eure Aktionen dahingehend ausrichten. Wir müssen jetzt nichts erzählen, was die Gästehäuser machen müssen. Das hilft jetzt in dem Moment auch nichts. Naja gut, das ist jetzt für den Podcast nicht, aber für unsere Kirchenbeantwortung der Frage. Also bestrafen finden wir eher nicht, sondern es geht eher um Aufklärung. Denn nicht nur die Malediven benötigen Aufklärung, sondern vorwiegend auch die Touristen. Gerade die, die noch nie auf den Malediven waren, die vielleicht auch das allererste Mal überhaupt in einem Land sind, die mit tropischem Riff. Woher sollen sie es denn wissen? Naja, also informiert euch. Das Internet ist voller Informationen. Und wir stehen als Ansprechpartner für euch übrigens immer zur Verfügung. Und wie gesagt, das Gleiche gilt für die Gästehäuser. Sie können ihre Touristen informieren. Die müssen ihre Touristen. Wir sagen sogar, sie müssen das tun. Genau. Wie läuft euer Projekt? Habt ihr genug Spenden? Also erstmal, wie unser Projekt läuft. Unser Projekt läuft gut. Wir sind glücklich darüber, dass wir mit unseren letzten Workshops das erste Mal Einheimischen Inseln erreichen konnten und über die Resonanz, die wir vor Ort erfahren haben mit den Communities. Wir waren begeistert. Wir werden euch eine ganze Menge Bilder mit in die Shownotes packen, dass ihr sehen könnt, wovon wir überhaupt sprechen. Wir sind sehr zufrieden mit dem und sind begeistert, welchen zu sehen, welchen Bedarf es für solche Art von Projekten auf den Malediven gibt. Sie gibt es übrigens weltweit, überall da, wo es Korallentreffe gibt. Aber im Speziellen auf den Malediven ist es so, wir sind wirklich glücklich und wir wissen, dass es ein Riesenpotenzial gibt, dass wir da noch ganz viel bewegen können und vor allem auch wollen. Und da können wir zur nächsten Frage überleiten, ob wir genügend Mittel haben. Nein, wir haben nicht genügend Mittel. Es geht schon damit los, dass wir Probleme haben, uns dort überhaupt hinzubewegen. Wir hatten im letzten Jahr massiv Probleme und haben mit Fluggesellschaften diskutiert und bei Fluggesellschaften angefragt, ob wir ein Sponsoring bekommen. Das ist uns gelungen für unsere beiden Experten, für unsere für den Zoo Madrid, der übrigens auch mit dabei ist seit diesem Jahr unser Pablo und die Frau Dr. Kube, die Nicole aus dem Deutschen Meeresmuseum konnten mit Edelweiß in diesem Jahr dort runterfliegen und dafür auch nochmal ein großes Dankeschön an Edelweiß, dass wir dahingehend unterstützt wurden, das hat uns sehr geholfen Wir wünschen uns eigentlich eine Fluggesellschaft, die uns weiterhin unterstützt und unsere Reisen auf die Malediven tatkräftig, ja schon finanziell in der Hinsicht unterstützt, weil dieser Anteil ist einfach auch ganz groß. Ihr wisst selber, was Flugreisen auf die Malediven kosten. Ansonsten, ja, welches Projekt braucht kein Geld? Wir haben euch verlinkt in den Shownotes unser Projekt bei Better Place. Das ist eine große, eigentlich die größte deutsche Spendenplattform. Dort seht ihr genau, wofür ihr spenden würdet, was wofür wir Gelder brauchen. Im Speziellen sind das einzelne Inseln. Die einzelnen Workshops für die einzelnen Inseln sind dort beschrieben. Es sind Schnorchelsets von den Inseln, damit die Kinder auch lernen, damit die Kinder ins Wasser gehen können, damit die Kinder die Unterwasserwelt kennenlernen können, damit die solche Projekte auch miterleben können, eventuell die Projekte auch dann mit unterstützen und sie beobachten können. Dafür brauchen wir Mittel. Wir müssen erstens unsere Projektinseln, die wir jetzt mit unseren Workshops gestartet haben, jetzt unsere Local Islands, Okulas, Rastu und Maafushi, die müssen wir wieder besuchen, weil wir einfach müssen sehen, wie es dort weitergeht. Wir müssen dringend schauen, dass wir mit unserer Partnerorganisation Save the Beach die nötigen Mittel bekommen, um das Marine Learning Center auf die Beine zu stellen. Aber ansonsten für alle Unterstützung sucht gerne den Direktkontakt. Wir weisen euch da auch dann in die richtigen Wege. Natürlich ist alles mit Spendenquittungen zu... Ja, machbar, genau. Das ist, da wir für den Förderverein, dem wir auch mal an dieser Stelle ein großes Danke aussprechen müssen, dem Förderverein Deutsches Meeresmuseum, der uns unterstützt hat, vor allem unsere letzte Reise so gut auf die Beine zu stellen, dass es tatsächlich finanziell, ja, es hat gerade so funktioniert. Wir investieren sehr, sehr viel eigene Mittel. Wir haben auch in den letzten Jahren sehr viel selber initiiert, unsere Reisen, die wir auch mal verbinden mit dem Korrekturprojekt. Und das ist nicht einfach, aber wir brennen dafür und wir haben noch sehr viel vor und wir können euch wirklich nur aufrufen, auch alle, die in Bezug zu Riffschutz haben, die in Bezug zu Umweltschutz haben. Ja, wir wollen was bewegen und wir brauchen dazu Unterstützung. Vielleicht haben wir irgendwann auch die Möglichkeit, wenn dieses tolle Marine Learning Center in Willingelie besteht, dass mal einer uns besuchen kann, uns der Arbeit helfen kann, dass wir eine Art Volontärprogramm starten können. Ja, soweit sind wir leider noch nicht, aber das ist natürlich ein Ziel. Und... Genau, unsere Ziele, helft uns dabei, gerne unsere Ziele zu verwirklichen, weil es ist eine ganze Menge machbar auf dem Modell, es ist so viel überhaupt noch gar nicht, ja, darüber überhaupt noch gar nicht nachgedacht worden. Wir arbeiten gerade an dem Projektentwurf für das Marine Learning Center auf Villingili. Unsere Workshop-Konzepte stehen, also wer das unterstützen will, dem schicken wir gerne unsere Projekt-Outline. Helft uns, wir freuen uns über sämtliche Hilfe und denkt immer daran, wenn ihr auf dem Malediven Urlaub macht, wie wichtig es ist, bewusst dort Urlaub zu machen, sich bewusst vorzubereiten, damit ihr euren Fußabdruck, den ihr dort hinterlasst, so klein wie möglich zu halten. Und hier singt so eine schöne Meise jetzt gerade und die will uns jetzt auch Tschüss sagen. Wir haben jetzt so einen langen Podcast gemacht. Genau, damit jeder von euch noch lange Freude am Schnorchen auf die Malediven hat. Und tauchen, Schnorchen und tauchen. Und ja, in dem Sinne wollen wir uns von euch verabschieden. Wünschen euch bis zum nächsten Mal alles Gute. Genau, das waren Yami und Toddy mit einem Insenauten-Podcast, der eigentlich heute den Chorl-Doktors gewidmet war. Das nächste Mal können wir euch schon verraten. Dann geht es wieder auf die Malediven. Wir nehmen euch mit ins Flugzeug. Ein bisschen Spoilern. Wir fliegen mit einer anderen Airline, aber wir fliegen auf die Malediven. Und ja, das ist spannend. Der ist aufwendig zu produzieren. Das wird ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen. Also, es bleibt wieder spannend in Bezug auf den Malediven-Einheimischen Urlaub. Urlaub auf Einheimischen Inseln auf den Malediven. Wie kommt man dort überhaupt hin? Wir haben eine ganze Menge Folgen in der Pipeline, die noch auf euch warten. Also erstmal Dankeschön, dass ihr mit dabei wart. Und bis zum nächsten Mal. Macht's gut. Tschüss. Tschüssi.
Kommentare (2)
Hier liest du echte Fragen und Antworten aus den letzten Jahren zu diesem Artikel. Neue Kommentare sind nicht mehr möglich, für aktuelle Fragen erreichst du uns über die Beratung oder den Kontakt.